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Was macht eigentlich … das AAR?
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Die besten Nachbarn der :bsz-Redaktion: Das AAR und ihre wichtige Arbeit. Bild: sat
Die besten Nachbarn der :bsz-Redaktion: Das AAR und ihre wichtige Arbeit.

Unigeschehen. Wer einmal den Weg ins Studierendenhaus (SH) fand, hat die auffällige grüne Tür mit dem Globus bestimmt schon gesehen. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr hier.

Das Autonome AusländerInnen Referat (AAR) bildet für eine gewisse Gruppe der Studierenden aus Bochum eine wichtige Anlaufstelle. Grob wird das AAR in zwei Teile geteilt: Hilfsfonds und Voranmeldungen für die Deutschkurse. Doch auch kulturelle Veranstaltungen sowie politische Mitgestaltung am Campus sind Angebote des Referates.

„Der Hilfsfond ermöglicht ausländischen Studierenden eine kleine Finanzhilfe“, erklärt die Referentin Medina. „Höchstens zweimal im Jahr, also einmal im Semester, können ausländische Studierende die Hilfe in Anspruch nehmen.“ Denn ausländische Studierende seien nicht immer finanziell abgesichert und stehen durch eine Arbeitsbeschränkung von maximal 120 Tagen im Jahr vor einigen Herausforderungen. Doch der Zuschuss ist durch einige Auflagen reglementiert. So müssen die Hilfeanfragenden beispielsweise ihre finanzielle Situation und den Konto- und Bankverkehr der letzten drei Monate und des*der Ehepartners*in (falls vorhanden) offenlegen. „Mir ist dabei Transparenz wichtig. Wenn ich sehe, dass nur ein Betrag abgebucht wird und sonst keine Aktivität auf dem Konto zu sehen ist, wird es wahrscheinlich ein weiteres Konto geben“, so die Referentin. „Wir bitten dann die Antragstellenden, alles darzulegen.“ Wie hoch dann die Förderung aussieht, kann nicht pauschal gesagt werden und wird von Fall zu Fall entschieden. Außerdem ist der Betrag der finanziellen Hilfe zusätzlich davon abhängig, wie viel Budget zur Verfügung steht, doch zurzeit lasse die Förderung eine Maximalleistung von etwa 250 Euro zu. Die Entscheidung, wem letztendlich die Hilfe zusteht und wie hoch der Betrag ausfällt, wird von dem Verein Hilfe für Ausländische Studierende e.V entschieden, der aus dem Akafö, den Asten der RUB und Hochschule Bochum, der evangelischen Hochschule Bochum, dem ökumenischen Studienwerk ÖSW, Campussegen und dem AAR besteht. Unter anderem generieren sich aus diesen Institutionen die finanziellen Mittel, doch auch die Zuwendung aus Spenden ist möglich. Dazu kann eine Summe einmalig geleistet oder eine Mitgliedschaft von 60 Euro im Jahr abgeschlossen werden.

Einen weiteren Bereich deckt das AAR mit der Aussendung der Voranmeldung zu den Deutschkursen ab, die in Zusammenarbeit und mit interculturas e.V. und dem AStA der RUB stattfinden. Erst mit der Bestätigung der Voranmeldung ist die Teilnahme in Deutschland möglich: „Mit der Voranmeldung können die Studierenden ein Visum in der Deutschen Botschaft in dem jeweiligen Land bekommen“, erklärt Mounir, der jetzt Referent des AAR ist und erst vor einiger Zeit zum Studium nach Deutschland kam.

Doch auch die kulturelle Verantwortung der ausländischen Studierenden wird berücksichtigt. So bildet sich das Referat aus Referent*innen verschiedener Herkunft und organisieren so Events nach Herkunft und Interesse wie etwa dem Salsa Abend am 30. November oder helfen bei der Organisation von Großveranstaltungen wie dem interkulturellen Abendessen.
Trotz der Unterschiede „arbeiten wir hier sehr harmonisch zusammen“, bestätigt Medina. „Wir haben sogar eine WhatsApp-Gruppe, wo mal jemand auch für die Sprechzeiten einspringt, wenn jemand nicht kann“, fügt Mounir lachend hinzu.

:Sarah Tsah

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