Begehung der RUB von einem internationalen Forscher*innen-Team verlief „sehr gut“
Was denken die 16 Forscher*innen?
Bild: © RUB, Marquard
Vorbereitung ist alles: Rektor Axel Schölmerich stellt bei der ersten Probe der Begehung die Strategie „Creating Knowledge Networks“ vor. Bild: © RUB, Marquard
Vorbereitung ist alles: Rektor Axel Schölmerich stellt bei der ersten Probe der Begehung die Strategie „Creating Knowledge Networks“ vor.

Hochschulpolitik. Die Ruhr-Universität wartet vorsichtig optimistisch auf die Ergebnisse der Exzellenzprüfung durch internationale Gutachter*innen.

Was für die Studierenden Alltag ist, ist für die RUB als Bildungsinstitution etwas ganz Besonderes: Bis zum 19. Juli 2019 wartet die Universität gespannt auf das Zeugnis, das die 16 internationalen Gutachter*innen und Spitzenforscher*innen ihr ausstellen werden. Jens Wylkop, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der RUB, berichtet daher von der Begehung, die „ohne Pannen“ und „gut“ verlaufen sei, eher vorsichtig. Schließlich sind neben der RUB noch vier weitere Universitäten (Aachen, Bonn, Köln und Münster) aus NRW mit im Wettbewerb. Nicht alle können als Exzellenzuniversitäten gefördert werden. Das Verhältnis zu den anderen Universitäten sei aber nicht durch die Wettbewerbssituation getrübt. „Wir sehen das nicht als Konkurrenz“, sagt der RUB-Sprecher.     

Großer Aufwand bei der Vorbereitung

Da eine solche Begehung „nicht jedes Jahr stattfindet“ und über die Förderung oder Nicht-Förderung der RUB bis zum Jahr 2026 entschieden werde, seien die Vorbereitungen sehr aufwendig gewesen. Das Gespräch mit 25 Dekan*innen und Leiter*innen von Research-Departments sei „nicht wie in der Schule, sondern eher dialogisch“ abgelaufen. Danach wurden in sogenannten Subgroups die Themen besprochen, mit denen die RUB ihren Antrag als Exzellenzuniversität gefüttert hatte. Wylkop nennt drei wichtige Säulen: „Künftige Forschungsprojekte, zum Beispiel im Bereich der Materialwissenschaften“, „Chancengleichheit in Genderfragen, aber auch bei Inklusion und Kinderbetreuung“ sowie der „Digitalisierung“ als Thema, das auch die Forschungsbauten „Mark 51°7“ auf dem ehemaligen Opel-Gelände umfasse. Auch Studierende kamen bei der Begehung zu Wort. Die RUB habe in Bezug auf ihren sechzigseitigen Antrag dargelegt, wie sie plane, das erhoffte Geld anzulegen. Die Gutachter*innen haben in ihrer Nachbesprechung alles zu Papier gebracht, nun müsse nur auf die Ergebnisse gewartet werden. Zum Abschluss der Besichtigung kamen auch Ministerpräsident Laschet und NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen.             

:Jonathan Josten