„Unterstützungskreis Politikverbot“: Studentische Selbstbestimmung bleibt Thema an der RUB
Unbekannte stören Seminare und Vorlesungen

Am Dienstag vergangener Woche sind Unbekannte in laufende Uni-Veranstaltungen mit Politikbezug geplatzt und haben Flugblätter verteilt. Damit wirbt ein vermeintlicher „Unterstützungskreis Politikverbot“ für ein umfassendes Politikverbot an der Uni. Die Kommunikation des Inhalts lässt Satire vermuten, die wohl einen Aufschrei gegen die aktuelle Organisationspolitik der Universität darstellt.

In dem Flyer wird behauptet, dass die Uni mit Verboten „Politisches auf dem Campus vertreiben“ möchte. Vor allem die selektive Raumvergabe seitens der Zuständigen sowie das Erschweren einer Partykultur – die auch politisch motiviert sein könne –  auf dem Campus sind gemeint.

Keine Politik auf dem Campus?

Tatsache ist, dass die Partykultur auf dem Campus aufgrund von Entscheidungen der VerwaltungsmitarbeiterInnen verschwindet (siehe :bszonline-tag „Müller-Bickert“).
Dass die MitarbeiterInnen der Zentralen Hörsaalvergabe politischen Gruppierungen die Raumanmeldung schwer machen, ist hingegen nicht bestätigt. Die AutorInnen des Flyers schildern, dass die politische Gruppierung „Schwarze Ruhr-Uni“ mit der Begründung eines Politikverbots abgewiesen wurde, was die RUB auf unsere Nachfrage als Fehler bei der Anmeldung revidiert hat (siehe :bsz 1029). Die „Schwarze Ruhr-Uni“ habe sich unter dem Deckmantel der Fachschaft Sozialwissenschaft anmelden wollen, obwohl sie augenscheinlich nichts mit der Fachschaft zu tun hat. Mehr dazu in der nächsten :bsz-Ausgabe.
:Anna-Eva Nebowsky