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Wie weit wirft er seinen Schatten? Das erfahrt Ihr im neuen „Spider-Man“-Film. Bild: fufu
Wie weit wirft er seinen Schatten? Das erfahrt Ihr im neuen „Spider-Man“-Film.

Kino. Ein neuer Film aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) ist Anfang des Monats erschienen. Was kann er?

SPOILERFREI

Der Spinnenmann in blau und rot meldet sich zurück auf der Kinoleinwand. Marvel klappt fast immer, es kommt aber auch auf‘s Studio an. Bei der Trilogie und dem Versuch eines Reboots, das vorzeitig von Sony abgesetzt wurde, sind die meisten Menschen sich im Nachhinein eher unsicher, ob das ganze wirklich gut war. Nun ist aber schon im fünften Film Spider-Man unter Disney-Flagge zu sehen und es wirkt nach wie vor wie die bislang beste Filmadaption des Charakters.
Eigentlich als Leihgabe von den Sony-Studios, die die Rechte an der Figur noch besitzen, aber Disney gestatten, die Figur in ihrem sehr gut funktionierenden MCU Universum zu benutzen. Klingt fair, lässt Sony aber auch die Möglichkeit, beispielsweise ein Venom (Tom Hardy) und Spider-Man (Tom Holland) Crossover zu produzieren, wahrscheinlich verwirrend, irgendwo halb außerhalb des MCU, aber das nur als leichte Vorwarnung am Rande. Erstmal funktioniert der neue Spider-Man Film im Disney Universum super. Die heranwachsenden Jugendlichen sehen auch wie solche aus und machen Spaß, anstatt traurig und pathetisch zu sein. Anders als in den beiden Ansätzen von Sony. Die neue Variante des Spider-Man bewegt sich nach wie vor sehr stimmig im MCU-Filmnetz, greift auf bereits bestehende Figuren zurück und ergänzt neue glaubwürdige Charaktere. Die Nachwirkungen von Avengers: Endgame sind natürlich im zweiten Spider-Man sofort spürbar. Wer bei den letzten beiden Avengers Titeln noch was nachzuholen hat, sollte dies am besten schnell machen, bevor sie*er den neuen Spider-Man sieht! Captain Marvel am besten auch und natürlich den ersten Teil von Spider-Man, „Homecoming“. Wer generell noch keine Marvel-Filme des MCUs gesehen hat, dem*der sei gesagt: „Der Spider-Man ist echt voll gut!“

SPOILER VOLL

Spider-Man steht in „Far From Home“ vor großen Problemen und vorallem sehr großen Schuhen, die er persönlich füllen soll. Tony Stark übergibt die Flamme und sieht dafür den jungen Peter Parker, der sich unter dem Kostüm der freundlichen Nachbarschaftsspinne verbirgt, vor. Der möchte aber eigentlich nur auf einem Schultrip romantische Ziele mit seiner Klassenkameradin MJ verfolgen, Ganov*innen aber erstmal nicht. Nach fünf Jahren quasi tot sein und einer universalen Schlacht gegen Thanos, sollte das einem jugendlichen Superhelden aber auch gestattet sein, findet er. Außerdem hat er die Sorge, dass der „neue Iron-Man“ zu sein, zu viel von ihm verlangt ist. Als er dennoch kurz das Böse bekämpft, lernt er den vermeintlich netten Superhelden Quentin Beck kennen. Dieser entpuppt sich später als Bösewicht Mysterio. Verkörpert wird er von Jake Gyllenhaal, in der bislang ersten Filmadaption dieser Figur, die in den Spider-Man-Comics einen der legendärsten Schurken darstellt. Im Vorfeld des Films hatten sich viele Leute beschwert, dass der Trailer nicht nur gespoilert hätte, dass Iron-Man mittlerweile tot ist, sondern auch, dass Mysterio der Bösewicht des Films sei. Doch wer sich schon länger mit Spider-Man beschäftigt, dem wird diese Figur ohnehin bekannt gewesen sein und der Fakt, dass es sich hierbei um einen Gegenspieler handelt, nicht überrascht haben. Doch gerade dann kann man sich in diesem Film über die Umsetzung von Mysterio sehr freuen. Es funktioniert großartig! Die optischen Täuschungen und Verwirrungsspiele für die die Figur bekannt ist, wirken auf der großen Leinwand sehr gut und kommen auch mit plausibler, ins MCU passender Erklärung daher.

:Christian Feras Kaddoura