Die Balance zum Klimaschutz
Schwächen erkennen und nutzen
Bild: sat
Bälle, die um die Welt gehen: Jeder Fingerabdruck eine Story – Jede Unterschrift einE AktivistIn. Bild: sat
Bälle, die um die Welt gehen: Jeder Fingerabdruck eine Story – Jede Unterschrift einE AktivistIn.

Naturschutz. Schwächen einräumen und diese in Stärken umwandeln: der Schlüssel zur Bekämpfung der Klimakrise für Philipp Unger von der Naturfreundejugend in Langendreer.

Philipp Unger, freiberuflicher Künstler, Journalist und Mitglied verschiedener Umwelt- und Sozialorganisationen, stellte am vergangen Donnerstag die für ihn wichtigsten Punkte zum „Heilen der Erde“ vor. Priorität habe das Erkennen und das Offenlegen der eigenen Schwächen. Damit starte der eigene Heilungsprozess und aus Schwächen würden Stärken – erst dann könne sich die Erde regenerieren. Hinter dem Klimamovement stecke das Prinzip des „Caring“, des gegenseitigen Kümmerns. „Wenn ich mit meinen Schwächen arbeite und ich versuche, euch meine Schwächen klar rüber zu bringen, dann hat man die Möglichkeit, eine gewisse ‚Care-about-each-other-Kultur‘ zu pflegen.“  Man müsse versuchen, die eigenen Schwächen und die der anderen wahzunehmen. Nur dann könne man aus Schwächen Stärken machen, weil man sich ergänzen könne.

„Achte auf deine Gedanken, …

… denn sie werden dein Schicksal“ ist ein weiteres, hier verkürztes, Credo des Veranstalters. Und so können kleine Veränderungen im Alltag langwierige Auswirkungen haben, wie beispielsweise die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks. Jeder Mensch erzeugt einen gewissen CO2-Anstieg, um seinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Dieser lasse sich nach Unger in fünf Schritten verringern: Kaufe nur, was Du brauchst – Iss weniger Fleisch und Milchprodukte – Iss weniger Fertigware – Kaufe lokal und saisonal – Pflanze dein eigenes Essen. Gleichzeitig müsse der „Handabdruck“ größer werden. Dieser soll für das politische, soziale oder ökologische Engagement stehen. Als dritten wichtigen Punkt nennt Unger den „Fingerabdruck“: „Erstmal ist er ein Teil unserer Individualität“, erklärt Unger. „Aber wir hinterlassen unseren Fingerabdruck auf dieser Welt und sind damit auch ein Teil vom Ganzen.“ Damit meint der Klima-Aktivist auch das von ihm ins Leben gerufene Kunstprojekt „Kampagne Ballance Assoziation“. Ein Ball, bedruckt mit der Welt – und jede Menge Stories und Interpretationen zum Wort Balance stehen hinter jedem Fingerabdruck. Und somit hinterlässt wortwörtlich jedeR einen Fingerabdruck auf der Welt. 

Mehr zu den Stories und zum Projekt unter: www.ballancier.de/

:Sarah Tsah

Autor(in):