Schreibzentrum: Studis tauschen sich über Hausarbeiten aus
Schreiben, was das Zeug hält!
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Angst vor dem weißen Blatt: Verständlich, kann aber in der Schreibwoche überwunden werden. Foto: tom
Angst vor dem weißen Blatt: Verständlich, kann aber in der Schreibwoche überwunden werden.

Studierendenhilfe: Das Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet kommende Woche, vom 20. bis zum 24. Februar. erneut die Schreibwoche und bietet Hilfestellung bei jedweder Form der schriftlichen Arbeit. In der vorlesungsfreien Zeit stressen sich die Studis mal wieder mit Hausarbeiten. Um ebendiesem Stress entgegenzuwirken und die darin investierte Kraft in die Produktivität fließen zu lassen, können alle Angehörigen der RUB ab dem 20. Februar eine Woche lang von 10-16 Uhr das Schreibzentrum im Universitätsforum Ost (UFO) aufsuchen und sich mit anderen austauschen. 

Dabei sei es laut Veranstaltungsankündigung auf der Homepage des Schreibzentrums egal, ob man „Student, Doktorandin, Mitarbeiter, Professorin oder Forscher“ ist oder es sich um „die erste Hausarbeit, den seit zwei Jahren aufgeschobenen Essay, endlich den Anfang der Doktorarbeit, den Forschungsbericht oder etwas ganz anderes wie die RUB-Soap“ handele – das Ziel der Schreibwoche bestehe darin, „zu schreiben, zu schreiben, zu schreiben …“.

Kann man nicht zu Hause schreiben?

Die Idee dahinter: Die Schreibwoche schafft für Studierende einen verbindlichen Rahmen, der zum Schreiben genutzt werden soll. Vor allem die Anwesenheit motiviere schon zum Schreiben, erklärt Nicole Hinrichs vom Schreibzentrum. Regelmäßige TeilnehmerInnen wendeten sich an sie und sagten: „Endlich wieder Schreibwoche.“ 

Man kann Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig unterstützen. Die Beratung des Schreibteams in Anspruch nehmen, eigene Erfolge oder Erfolge anderer gebührend feiern, sich so motivieren, oder einfach zwischendurch einen Kaffee trinken und quatschen. Auch mit Personen, die eventuell schon promovieren und Interessantes zu erzählen haben. Laut Hinrichs kämen davon „ganz viele“ zur Schreibwoche. Und auch ProfessorInnen ließen sich hin und wieder blicken. Denn das Schreibzentrum berät auch dazu, wie das Schreiben sinnvoll in die Lehre integriert werden kann. Zu dem wichtig: Wenn das Schreiben stockt, ist man nicht allein. Hinrichs erklärt, dass die ausgebildeten TutorInnen des Schreibzentrums dauerhaft präsent sein und sich aller Probleme der TeilnehmerInnen kompetent annehmen werden. 

Gegen Ende der Woche würden, so Hinrichs, alle Erfolge gebührend gefeiert, zum Teil gar beklatscht. Sie hätte bisher „keine negative Rückmeldung“ erhalten und man habe als Schreibzentrum mittlerweile „viele Stammgäste“.

Im Dunkeln schreiben

Abgeschlossen wird die Schreibzeit vom 2. auf den 3. März mit der sogenannten „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“. Diese fand das erste Mal im Jahr 2010 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder statt, bevor sich im zweiten Jahr fünf weitere Schreibzentren, darunter Bochum, zu einer Teilnahme entschieden. Seitdem wächst das Interesse stetig, mittlerweile nehmen auch Unis aus den USA teil. 

Schreibprojekte sollen fortgesetzt oder beendet werden, auch in diesem Fall natürlich mithilfe der ausgebildeten SchreibberaterInnen. Lasst Euch also auf den kreativen Akt ein und erbittet Hilfe an den Stellen, die Euch zur Weißglut treiben. Das Schreibzentrum Bochum bittet um eine kurze formlose Anmeldung für eine der beiden Veranstaltungen unter schreibzentrum@rub.de

:Tobias Möller