Botopia eröffnet Räumlichkeiten
Ort des Austauschs und der Zusammenarbeit
Bild: mag
Ein Ort der Vielfalt: Die unterschiedlichsten Menschen sollen im Raum 9 zusammenkommen und sich vernetzen.   Bild: mag
Ein Ort der Vielfalt: Die unterschiedlichsten Menschen sollen im Raum 9 zusammenkommen und sich vernetzen.

Initiativenarbeit. Nach langer Suche wurde er gefunden: Mit der Eröffnung von „botopia Raum 9“ am 5. Mai soll Initiativen ein Raum zur Verfügung stehen, in dem Veranstaltungen, Aktionen und Projekte stattfinden können.

Braucht es eine Plattform für verschiedene AkteurInnen aus den Bereichen Ökologie, Soziales, Politik und Kultur? Ja, meint der Bochumer Verein Botopia e. V. und öffnet das Ladenlokal.

Schon seit anderthalb Jahren sei die Idee für einen solchen Raum da, erklärt Dennis, Mitglied der Technik-Initiative „das Labor“. Damals hieß Botopia noch BOot. Immer mehr Initiativen kamen dazu. Zum Beispiel gehören die Kulturfabrik, der Leihladen, United Voices, Notstand e. V. und ein offenes Nähcafé dazu. Es wurden schon viele verschiedene Workshops veranstaltet. Schließlich hatte die Suche in der Griesenbruchstraße 9 Erfolg. Der Raum stand lange Zeit leer und wird nun wieder mit Leben gefüllt. Es wird regelmäßige Veranstaltungen geben. „Durch die Räumlichkeiten sollen die Initiativen stärker vernetzt werden. Es ist keine Alternative zu bestehenden Konzepten, sondern eine Kooperation“, so er.

Der Verein sei „aufklärerisch, tolerant und gegen Rechts“, erklärt Dennis. Nicht Wirtschaften steht im Vordergrund. Auch Studierende und studentische Initiativen, die sich für die Räumlichkeiten und eine Zusammenarbeit interessieren, können sich melden.

Offene Begegnung

Die Idee eines Raums mit offenen Türen zeigt sich schon bei der Eröffnung. Viele Interessierte schauen vorbei und auch FußgängerInnen bleiben neugierig stehen. Jung und Alt kommen hier zusammen. In dem Lokal gibt es schon einige Angebote. An drei Wänden wird man dazu eingeladen, seine Ideen zu dem Raum oder anderen Projekten zu sammeln. Mit einem Punkt wird gekennzeichnet, woher die Menschenaus Bochum kommen. Aber auch aus anderen Städten kamen BesucherInnen.

Wissam kommt aus Gelsenkirchen und hat durch Facebook von der Eröffnung von Botopia erfahren: „Ich bin hier, um meine Sprache zu verbessern und neue Leute kennenzulernen.“ Er interessiert sich sehr für die Musik.Bei Snacks und Getränken kann man DJ Indiana George lauschen, der mit einem Schallplattenspieler den Raum mit Musik erfüllt. Später gibt es noch Live-Musik. Die Idee der Räumlichkeiten ist aufgegangen, eine Gemeinschaft ist entstanden.

Nähcafé und mehr

Einige Angebote gibt es bereits. So nutzt der Leihladen die Räumlichkeiten. Bei der Eröffnung konnte man auf einer Tafel Vorschläge wie Bügeleisen, Lichtorgel oder Bohrmaschine schreiben, die für den Leihladen angeschafft werden sollen. Mitarbeiterin Linda möchte, dass durch die Liste der Fundus größer wird. Als Mitglied des Ladens könne man sich dann die Sachen leihen. „Das wird auch nur ein paar Cents im Monat kosten“, erklärt Alex, die ebenfalls zum Organisationsteam gehört. Die Sachen stammen von Privatpersonen. Weitere Infos gibt es unter 

leihladen-bochum.de oder bei Facebook.

Auch das Nähcafé zieht vom atelier automatique in „botopia Raum 9“ um. Jeden letzten Sonntag im Monat findet gemeinschaftliches Nähen statt. In Zukunft soll es zum Beispiel auch eine Fahrradreparatur geben.

Auf der Internetseite botopia.org befinden sich die Termine der nächsten Veranstaltungen und eine Liste der Initiativen.

:Maike Grabow

Autor(in):