Letzte Sonderveranstaltung des 11. Historischen Jahrmarkts: „Rock’n’Roll anne Raupe“ in der Jahrhunderthalle
Never too old to rock
Foto: kac
Romantische Umgebung führt zu romantischen Taten: Yvonne bekommt einen Kuss von ihrem Date Carl.

Reportage. „Rock’n’Roll anne Raupe“, die letzte Sonderveranstaltung des 11. Historischen Jahrmarkts, sorgte für Tanz und Spaß.

Beim Betreten der Jahrhunderthalle steigt ein süßlicher Geruch von Zuckerwatte und frischen Crêpes in die Nase. Es ist freudiges Lachen zu vernehmen, während Musik der 50er und 60er Jahre die Menge in Tanzstimmung bringt. Rock’n’Roll-Tanzclubs – teilweise aus Krefeld oder Münster – versammelten sich in Bochum. Das Publikum war buntgemischt und Altersgrenzen gab es nicht. Auch ein Pärchen aus Oberhausen hat kein Lied ausgelassen: Ihre glücklichen, reifen Gesichter lassen erahnen, dass sie bereits in den 50er Jahren als TeenagerInnen im Viervierteltakt Rock’n’Roll getanzt haben. 

Die Einrichtung hat an die Schlussszene von „Grease“ erinnert, als John Travolta auf dem Rummelplatz am „Hau-den-Lukas“ vorbei schlendert. Bei diesem, nur eben in Bochum, ergatterten die Herren für ihre Begleitungen ein Röschen, während sich eine junge Dame über den mickrigen Gewinn beim Schausteller beschwert. Daneben die Geisterbahn: Besucherin Yvonne ist sich nicht sicher, ob sie hereingehen soll. Der Schausteller erkennt mit seinem geübten Auge ihre Unsicherheit. Nachdem die Fahrt für sie begonnen hatte, begab er sich von ihr unbemerkt in die Bahn, um sie persönlich zu erschrecken. Eine Minute und mehrere kreischende Schreie später öffnet sich die Ausgangstür und eine verschreckte, aber trotzdem lachende Yvonne taucht wieder auf. Neben den Fahrgeschäften wurde auch Live-Musik geboten: Dieses Jahr haben Rock’n’Bella das Publikum eingeheizt. Um 00:30 Uhr haben sie mit „Johnny B. Goode“ ihre letzte Zugabe gegeben und sich mit den Worten „Vielleicht bis zum nächsten Jahr“ verabschiedet.               

    :Katharina Cygan