BaseCamp Student GmbH baut Unterkunft für mehr als 400 Studierende
Neues Superwohnheim in der Innenstadt
Repro: Stadt Bochum
Fast schon ein Turm: So in etwa soll sich das neue Wohnheim in die Innenstadt einfügen. Repro: Stadt Bochum
Fast schon ein Turm: So in etwa soll sich das neue Wohnheim in die Innenstadt einfügen.

Wohnen. Direkt am Bochumer Hauptbahnhof wird bald eine neue Unterkunft entstehen, die über 400 Studierenden Platz bieten soll. Die BaseCamp Student GmbH wird das heutige Areal des Parkhauses P7 für den European Student Housing Fund bebauen.

Auf einer Pressekonferenz am 31. August wurde das Projekt erstmalig vorgestellt. „Ein echter Hingucker, rund 400 Appartements für Studentinnen und Studenten, die auch touristisch genutzt werden können, und ein neues Parkhaus mit mehreren hundert Stellplätzen“, lautet die Beschreibung des rund 60 Meter hohen Gebäudes in der zugehörigen Pressemitteilung der Stadt Bochum. Auf einer Fläche von ungefähr 1.430 Quadratmetern sollen insgesamt 400 Appartements entstehen, die auch HotelgästInnen zur Verfügung stehen sollen. „Mit dem Projekt unterstreicht Bochum einmal mehr seine Rolle als Heimat des Wissens im Ruhrgebiet“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Neben dem umfassenden Lehrangebot an der Ruhr-Universität und an acht anderen Hochschulen sollen Studierende hier auch „attraktiven Wohnraum“ vorfinden können. „Diese neue Landmarke ist ein großer Gewinn für die Stadt und wird das städtebauliche Bild prägen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Man sei Hochschulstadt, wolle aber mit diesem, in der Innenstadt gelegenen, Wohnangebot zunehmend „eine wirkliche Studentenstadt“ werden. 

Die Ausstattung

Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich laut Dr. Andreas Junius, Geschäftsführer der BaseCamp GmbH, auf einen „deutlich gehobenen zweistelligen Millionenbetrag“. Die Mieten für die voll möblierten und mit Highspeed-Internet ausgestatteten Appartements beliefen sich indes auf 450 bis 500 Euro, womit jegliche Kosten gedeckt seien. Darin enthalten sei zudem die Nutzung eines Kinoraums, einer Lounge, eines Fitnessraums, einer Caféteria sowie einer Bibliothek samt Unterbringungsmöglichkeiten für Lernmaterial. Die reinen Ein-Personen-Appartments umfassen etwa 20 Quadratmeter, es soll viele Gemeinschaftsräume zum gemeinsamen Lernen geben. Es handele sich bei dem Bau nicht um ein „Wohnheim der herkömmlichen Art“, der Akzent müsse „auf dem Studentischen liegen“, dem Bilden einer Community, erklärt Junius.
Dass die Wahl auf Bochum fiel, erklärt der Investor wie folgt: „Bochum ist ein renommierter Hochschulstandort mit knapp 60.000 Studierenden und zudem zentral in der Wissenschaftsregion Ruhr gelegen.“ Als BewohnerIn des BaseCamp könne man urbanes Leben genießen und in kürzester Zeit die jeweiligen Unis erreichen. Sein Unternehmen verfügt bereits über internationale Erfahrung beim Bau von Wohnheimen; realisiert wurden bereits Projekte in Lodz, Kopenhagen und Potsdam.

Sven Frohwein, Pressesprecher der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum mbh, welche Eigentümerin des Parkhauses P7 ist, erklärt, dieses solle 2018 abgerissen werden. Die dadurch verloren gehende Parkfläche, die über 10 Prozent der gesamten Parkfläche in der Innenstadt ausmache, würde ausgelagert.
Der Bau wird durch das Büro Gerber Architekten realisiert.

:Tobias Möller