Diskussion um Bochums Fahrräder
Neuer Vertrag für nextbike?

Transport. In den letzten Monaten gab es nextbike-Verhandlungen zu  einem neuen Vertrag, den der StuPa nun ablehnte.

Nextbike bietet Studierenden der Ruhr-Universität Bochum die Möglichkeit, sich an Fahrradstationen ein Fahrrad auszuleihen und somit nicht nur eine gesündere Alternative zu Bus, Bahn und Auto, sondern auch eine Entlastung für die Überfüllung der ÖPNV. Allerdings könnten sich die altbekannten Konditionen und Preise ändern, denn seit einiger Zeit gibt es Verhandlungen über einen neuen Vertrag. Der Allgemeine Studierendenausschuss hat sich, so nach Aussage der AStA-Vorsitzenden Zeynep-Fatma Dikman, im letzten Jahr mehrmals mit Vertreter*innen von nextbike getroffen, konnte aber im November nicht bei einer allgemeinen AStenversammlung zum Thema dabei sein und habe sich daher durch andere ASten vertreten lassen.
Im Studierendenparlament gab es nun Unstimmigkeiten, ob die Konditionen des neuen Vertrags eigentlich besser oder schlechter seien – und teilweise auch darüber, was die Konditionen des alten Vertrags eigentlich genau sind. Beispielsweise würde laut neuem Vertrag die Fahrradstationen mindestens einmal am Tag neu aufgefüllt werden – doch man könnte dann auch mehr Fahrräder ausleihen. Ähnlich wie beim VRR-Ticket soll die Funktion eingeführt werden, eine Begleitperson mitzunehmen und kostenlos zwei Fahrräder parallel auszuleihen. Somit könnte es trotz Auffüllpflicht zu Fahrradmangel an beliebten Stationen kommen. Auch ist nicht klar, ob in Bonn Sonderregelungen gelten und man dort vielleicht sogar mehr zahlen müsste. Allgemein scheinen auch die Unterschiede zwischen dem alten und neuen Vertrag nicht allen klar zu sein.
Nach Diskussionen in mehreren Sitzungen hat das Studierendenparlament am 11.02. gegen den neuen Vertrag gestimmt – denn die Frist für nextbike, zum kommenden Semester zu kündigen, sei bereits überschritten. Somit habe man im neuen Semester noch Zeit, weiter über die Konditionen für einen neuen Vertrag zu verhandeln. Aber darüber, ob diese nun eher positiv oder negativ ausfallen, scheiden sich weiterhin die Geister. Dennoch sind die Aussichten optimistisch. Matthias Brüggemann, Vorstandsmitglied des derzeitig noch amtierenden AStA, ist guter Hoffnung, dass zusammen mit nextbike ein beidseitig zufriedenstellender Vertrag ausgehandelt werden kann.     

:Charleena Schweda