Neue Unterkunft für drei Fakultäten bringt Probleme mit sich
Neuer Teil der G-Reihe in der Kritik
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Der Shootingstar der G-Reihe: GD wartet mit vielen Neuerungen auf, erschwert aber vereinzelt das Vorankommen im Studium. Foto: tom
Der Shootingstar der G-Reihe: GD wartet mit vielen Neuerungen auf, erschwert aber vereinzelt das Vorankommen im Studium.

Von dem Umzug betroffen sind 8.000 Studierende und zahlreiche MitarbeiterInnen der RUB. Auf einer Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche sollte über den laufenden Prozess gesprochen werden. „Die Veranstaltung diente dazu, die zukünftigen Nutzer von GD zu informieren, wie der weitere Prozess abläuft“, erklärt Katharina Gregor vom Dezernat Hochschulkommunikation. Es sei vor allem darum gegangen, ein Verständnis für den Ablauf zu schaffen und einen Dialog zwischen künftigen NutzerInnen und sowohl beteiligten Dezernaten als auch Betriebseinheiten zu starten. 

Das Projekt, in das der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW rund 

100 Millionen Euro investiert, dient dazu, GC bestenfalls kernsanieren und von PCB befreien zu können. Ob dies schlussendlich möglich sei, könne erst festgestellt werden, wenn GC komplett leergeräumt wurde, ähnlich wie bei den Gebäuden IC und ID. 

„Die Herausforderung ist die Logistik bei Umzügen dieser Größenordnung“, erklärt Gregor. Von bereits umfassenden Erfahrungen aus Umzügen auf dem Campus könne man in diesem Fall profitieren. Zudem werde diesbezüglich ein 

Logistikunternehmen beauftragt.

Eingeschränkt Studieren

Laut Katharina Gregor liege bisher keine Kritik bezüglich der Details vor. Das sieht der Fachschaftsrat (FSR) Jura anders. Dieser hatte sich bereits 2014 mit einer Petition an den AStA gewandt und berichtet, „dass besonders in den Klausurphasen und Hausarbeitszeiten die Schließfachsituation in der Fachbibliothek besonders angespannt“ sei, heißt es auf der Homepage des AStA. Infolgedessen wurde mit MitarbeiterInnen der Universitätsverwaltung ein „Gesprächskreis zur Evaluierung der Schließfachsituation an der gesamten Ruhr Universität einberufen“, mit dem Ziel, ein dauerhaftes Lösungskonzept zu erarbeiten. Dieser Gesprächskreis habe, so Christian Grabowski vom FSR Jura in drei Jahren, nichts erreicht. Grabowski weiter: „Im Gebäude GD und Nachbargebäuden sind trotz […] Petition keine langfristigen Schließfächer geplant. Dem FSR Jura wird keine Genehmigung erteilt, seine im Gebäude GC seit mindestens zehn Jahren vorhandenen 150 Schließfächer in das Gebäude GD mitzunehmen.“ und diese Jura-Studierenden zugänglich zu machen. Allerdings seien diese, aufgrund schwerer Gesetzessammlungen oder Ähnlichem, aus der Perspektive des FSR langfristig notwendig.

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung letzte Woche habe sich ein Mitarbeiter des Infrastruktur- und Gebäudemanagements (IGM) mit dem FSR in Verbindung gesetzt und sich daran gemacht, den Gesprächskreis fortzusetzen. Sollte auch dieser nichts erreichen, „wird es dann ab April 2018 eine deutliche Verschlechterung bei den langfristigen Schließfächern für die Jura-Studierenden geben, da wir aufgrund der wahrscheinlichen Räumungsfrist des GC, mit der Räumung unserer eigenen Schließfachanlage beginnen müssen …“, sagt Grabowski. 

GD soll im Sommer 2018 schlüsselfertig errichtet sein. Es verfügt über sieben Geschosse, im Sockel befinden sich Hörsäle und eine Bibliothek. Die oberen drei Geschosse sind für Büros und Seminarräume vorgesehen. Für rund 10.000 Studierende sollen Arbeits- und Lernbedingungen geschaffen werden. Infrastrukturell und energetisch soll GD weitaus besser aufgestellt sein als die restliche G-Reihe und in puncto Technik in etwa mit IC und ID vergleichbar sein.

            :Tobias Möller