Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen
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Karg und düster sind die griechischen Landstriche im Film „Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen“ von Marita Neher und Tatjana Turanskyj. Hierin hat es die Journalistin Lena (Nina Kronjäger) verschlagen, die in Berlin zum Thema „Europäische Sicherheitspolitik“ arbeitet und zur Recherche ans Mittelmeer reist. Ihr Ziel: Der große Sicherheitszaun zwischen Griechenland und der Türkei. Auf dem Weg dahin trifft sie die Aktivistin Amy (Anna Schmidt).Die feministische Regisseurin Tatjana Turanskyj hat sich 2010 mit dem Film „Eine flexible Frau“ bereits mit dem modernen Arbeitsprekariat in den Großstädten auseinandergesetzt.  In ihrem neuen Film tastet sie sich an die europäische Abschottungspolitik heran, verpackt als Road-Movie, in dem zwei Frauen mit unterschiedlichen Haltungen zur Welt aufeinandertreffen und auf ihrer Reise über Mitschuld und Engagement meditieren. Nachdenkliches, politisches Kino – auch wenn nicht alle Szenen wirklich ausgegoren wirken.

 :bent