Elektro-Auto und Stromzapfsäule: Akafö macht bei CarSharing-Pilotprojekt mit
Mit Fahrzeugteilen Richtung Zukunft
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Steht studentisches Sparen für Strom statt Sprit? Das Ruhrauto-e (mit Kölner Kennzeichen) zum Ausleihen. Foto: joop
Steht studentisches Sparen für Strom statt Sprit? Das Ruhrauto-e (mit Kölner Kennzeichen) zum Ausleihen.

Studierende am Wohnheim Stiepeler Straße 71a können künftig nicht nur auf zweirädrige Leihfahrzeuge zurückgreifen. Im Rahmen einer Kooperation des Akademischen Förderungswerks (Akafö) mit dem Pilotprojekt Ruhrauto-e steht dort nun auch ein Elektroauto mit dazugehöriger Stromzapfsäule vor der Tür. Auch AnwohnerInnen können den Kleinwagen zum Studitarif nutzen.

Bei der Vorstellung vergangenen Donnerstag wurden dem kleinen Elektroflitzer vom Typ Nissan Leaf zwei weitere Fahrzeuge an die Seite gestellt. Der Fuhrpark an der Stiepeler Straße wird jedoch vorerst nur ein Auto umfassen. Insgesamt seien im Ruhrgebiet 60 Fahrzeuge im vom Bund geförderten Projekt Ruhrauto-e unterwegs, sagt Andreas Allebrod, Geschäftsführer der beteiligten Firma Drive-CarSharing.

Projektkoordinator Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen stellt den Modellcharakter der Kooperation mit dem Akafö heraus: „Es ist die erste E-CarSharing-Station an einem Studentenwohnheim in Deutschland.“ Unkompliziert sei es gewesen, die Ladestation einzurichten: „Wir sind von der Uni Duisburg-Essen und die erste Station ist in Bochum.“ Bochum sei ohnehin Spitze beim Thema Elektromobilität. Von 29 Stationen im Ruhrgebiet befinden sich allein sieben in der Bochumer Innenstadt, und nun eine weitere am Wohnheim Stiepeler Straße.

Mit Ökostrom betankt

„Für uns war es kein Riesenaufwand“, so Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken zum eigenen Beitrag. „Wir haben nur eine Elektrosäule aufgestellt.“ Die Ladestation, die wie die Akafö-Wohnheime mit Ökostrom gespeist wird, kostete rund 2.000 Euro. Simon Gutleben, Vorsitzender des Akafö-Verwaltungsrats, begrüßte es, durch das CarSharing nun eine weitere Alternative zum Individualverkehr und dem ÖPNV zu haben, gerade angesichts der vollen U35-Züge und der Parksituation an der RUB.

Studierende können – nach Registrierung und Abschluss eines Vertrags – das Auto zu einen Sondertarif von 3,25 Euro statt 4,90 Euro pro Stunde mieten; nachts sind es nur 1,50 Euro. Dieser Preis gilt im Sinne guter Nachbarschaft auch für die AnwohnerInnen des Wohnheims Stiepeler Straße. Bei solchen Tarifen und nur einem Auto muss man wohl sehr früh aufstehen.