Menschenrechte auf der ersten Etage
Menschenrechte und die Moral von Unternehmen
Bild: bena
Menschenrechte in der Bibliothek – Studierende machen mit ihrer Plakataustellung auf Missstände aufmerksam. Bild: bena
Menschenrechte in der Bibliothek – Studierende machen mit ihrer Plakataustellung auf Missstände aufmerksam.

Verantwortung. Immer wieder finden verschiedene Ausstellungen in der Universitätsbibliothek statt – aktuell findet Ihr auf der ersten Etage die Plakatausstellung „Internationale Menschenrechte + Globale Produktion“.

Seit dem 12. November können Studierende in ihren Lernpausen auf der ersten Etage die Plakat-Ausstellung der RUB Study Group „Law and Global Challenges“ und des Lehrstuhls Prof. Kaltenborn von der juristischen Fakultät betrachten. Auf den kunstvoll gestalteten Schildern geht es um „Internationale Menschenrechte und die Globale Produktion“. Die von Studierenden organisierte Ausstellung soll einen Überblick über die Ausmaße von unternehmerischem Einfluss auf die Menschenrechte verschaffen.
Global agierende Unternehmen beeinflussen durch ihre geschäftlichen Beziehungen und ihre Marktmacht nicht nur die Wirtschaft, sondern auch lokale Strukturen sowie die Leben vieler Menschen in der eignen Produktion. Dazu gehören aber auch diejenigen, die der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette angehören.
Für die Politik sind die Menschenrechtsverletzungen von solchen Unternehmen und diese Strukturen keine Neuerscheinung, dennoch tun sie sich schwer, verbindliche Reglementierungen für die Betriebe zu setzen. Zwar existiere in Deutschland ein nationaler Aktionsplan auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtung für die Konzerne. Wenn bis 2020 jedoch nicht die Hälfte großer deutscher Unternehmen handelt und sich freiwillig zur Einhaltung von Menschenrechtsstandards verpflichtet, dann müssen CDU und SPD einschreiten und „gesetzlich tätig werden“, denn so wurde es im Koalitionsvertrag vereinbart.

:Abena Appiah

Ihr habt Interesse an der Mitarbeit bei der RUB Study Group „Law and Global Challenges“ und setzt Euch gerne mit völkerrechtlichen Themen auseinander?
Dann schreibt Anna Pichl (anna.pichl@rub.de) oder André Schmitz (andre.schmitz-j26@rub.de) und Ihr könnt helfen, die Auseinandersetzungen der Thematik in Form von Podiumsdiskussionen, Zeitungsartikeln oder beispielsweise Filmvorführungen an die Öffentlichkeit zu tragen.