Die Entscheidung ist bestätigt
Max-Planck-Institut kommt nach Bochum
Bild: Tuxyso / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/
MPI: Nun ist die Struktur des IT-Sicherheits-Instituts bekannt. Bild: Tuxyso / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/
MPI: Nun ist die Struktur des IT-Sicherheits-Instituts bekannt.

Cybersicherheit. Das Max-Planck-Institut (MPI) für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre kommt nach Bochum. Zwei Professoren der RUB stellen die Gründerdirektoren.

Bereits Ende November 2018 bekam Bochum die Bestätigung zur Gründung des Max-Planck Instituts (:bsz 1192). Nun hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am 3. Mai den Plänen zur Errichtung des Instituts zugestimmt und entschieden, es in die Förderung durch den Bund und Länder aufzunehmen. Das neue Max-Planck-Institut wird inhaltlich die Grundlagenforschung zu Cybersicherheit, Kryptografie, IT-Systemsicherheit und zu rechtlichen, ökonomischen sowie sozialen Aspekten von Sicherheit und Privatsphäre zum Schwerpunkt ihrer Forschung machen. Dafür soll das neue Max-Planck-Institut im Endausbau sechs Abteilungen und 12 Forschungsgruppen umfassen, um die vielfältigen Aspekte der IT-Sicherheit und des Datenschutzes erforschen zu können. Einen jährlichen Betriebshaushalt von rund 20 Millionen Euro soll dem neuen Institut zur Verfügung stehen. Bisher haben die Forscher*innen noch kein eigenes Gebäude und werden daher in den Räumlichkeiten der Ruhr-Universität die Arbeit aufnehmen. „Die Informationstechnologie und ihre Anwendungen verändern sich ständig. Das bringt auch immer wieder neue Herausforderungen für die Datensicherheit und den Datenschutz mit sich“, sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann. „Am Max-Planck-Institut für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre in Bochum werden wir durch Grundlagenforschung auf diesen Gebieten dazu beitragen, diese Herausforderungen umfassend und nachhaltig zu meistern.“

Koryphäen auf ihren Gebieten

Über die beiden Gründerdirektoren sagt Stratmann: „Mit Gilles Barth und Christof Paar haben wir für das Max-Planck-Institut für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre bereits zwei auf ihren Forschungsfeldern führende Wissenschaftler gewonnen.“ Der Mathematiker Gilles Barthe gehört zu den weltweit führenden Forschern im Bereich formaler Methoden der Software- und Systemsicherheit sowie der Kryptografie und des Datenschutzes und wechselte vom Institute for Advanced Studies in Software Development Technologies in Madrid an das neue Max-Planck-Institut. Paar untersucht derzeit an der RUB gemeinsam mit Kognitionspsycholog*innen die Strategien von Angreifer*innen auf IT-Systeme.

:Sarah Tsah

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