581. Cranger Kirmes in Wanne-Eickel – Neues Sicherheitskonzept und Attraktionen
Kirmes im Schatten der Gewalt
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Blickfang: Das Riesenrad der 581. Cranger Kirmes Foto: alx
Blickfang: Das Riesenrad der 581. Cranger Kirmes

Die Cranger Kirmes, das ist ein Stück Pottkultur. Zum 581. Mal startete sie wie jedes Jahr am ersten Freitag des August in eine neue Runde. Bis zum Sonntag dieser Woche werden bis zu vier Millionen BesucherInnen erwartet, die auf dem zweitgrößten Volksfest Deutschlands einiges erleben können. Doch auch in Wanne-Eickel wurden aufgrund der Terroranschläge neue Sicherheitskonzepte umgesetzt. 

Dass Großveranstaltungen wie die Cranger Kirmes nach den letzten Gewaltakten nicht nur mit ausgelassener Stimmung assoziiert werden, war zu erwarten. Insofern war schnell klar, dass das Sicherheitskonzept angepasst wird. Uwe Hillen, Erster Polizeihauptkommissar und langjähriger Leiter der Kirmeswache, sagt: „Wir sind personell und taktisch für alle möglichen Szenarien sehr gut aufgestellt. Und: Es gibt keine Hinweise auf ein konkretes Gefährdungspotenzial.“

Auch SchaustellerInnen ist die Sicherheit wichtig

Unterstützt würde die Polizei unterdessen von den rund 3.000 SchaustellerInnen und deren ArbeiterInnen, die laut Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, besonders aufmerksam sein werden. Insgesamt werde aber auch die Stadt an Ordnungskräften nicht sparen und im Vergleich  zum Vorjahr um circa 20 Prozent aufstocken.

Neuheiten und ausgelassenes Publikum

Für die Cranger Kirmes gibt es in diesem Jahr aber auch erfreulichere Neuerungen. So nehmen in diesem Jahr zum Beispiel die BetreiberInnen der Fahrgeschäfte Apollo 13, Propeller und der XXL-Version der Wilden Maus zum ersten Mal teil.

Insgesamt zeigte sich das erste Wochenende so, wie die VeranstalterInnen und sicher auch die BesucherInnen es sich erhofft haben, resümiert der „Kirmesdezernent“ Johannes Chudziak: „Wir sind sehr zufrieden. Die Stimmung auf dem Platz ist ausgelassen und auch das Wetter zeigt sich von seiner besseren Seite. Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt.“ Und auch von Seiten der Polizei und Feuerwehr gab es bis jetzt keine besonderen Vorkommnisse zu vermerken, sondern lediglich „absolute Durchschnittswerte“ zu verzeichnen.

Gute Vorzeichen also dafür, neben dem Bergbaumuseum mehr von der Pottkultur kennenzulernen und die Cranger Kirmes und deren Attraktionen und Spezialitäten aufzusuchen. Ob es nun die Wilde Maus ist, das Schaumeis, der heimische Schnaps Mond von Wanne-Eickel oder das berühmte Riesenrad, ein Besuch lohnt sich. Wie heißt es doch: „Einmal im Jahr ist Kirmes in Crange, einmal im Jahr ist Kirmes am Kanal, einmal im Jahr ist Kirmes in Wanne, einmal im Jahr, ja da sind sie alle da.“

Gastautor :Alexander Schneider