Niedrige Wahlbeteiligung löst demokratischen Brainstorm der HoPo-Listen aus
Jede Stimme zählt
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Leere Wahlurne: Die geringe Wahlbeteiligung ist ein hochschulpolitisches Problem. Quelle: sat
Leere Wahlurne: Die geringe Wahlbeteiligung ist ein hochschulpolitisches Problem.

So wenig Studierende wie noch nie beteiligten sich beim letzten Urnengang. Dem will man nun entgegenwirken: Am Mittwoch versammelten sich VertreterInnen verschiedener Listen zu einer Podiumsdiskussion, um der Hochschulpolitikverdrossenheit der Studierenden auf den Grund zu gehen und Lösungen zu finden.

Bei der Wahl zum 49. StuPa wählten rund 11,25 Prozent der Studierenden. Die Wahlbeteiligung bei der eintägigen Senatswahl im Juni war sogar noch niedriger und lag bei 2,40 Prozent. Wahlberechtigt waren aber eigentlich 43.370 Menschen. Die ListenvertreterInnen setzten sich deswegen zusammen und versuchten das Problem zu definieren. „Zum einen glauben wir, dass viele nicht wissen, was sie eigentlich wählen“, so Linus Stieldorf, StuPa-Vertreter und JuLi-Vorsitzender. „Was sind die Aufgaben des StuPa? Wieso ist diese Wahl eigentlich wichtig? Mit Antworten auf diese Fragen wollen wir versuchen, zu werben“, berichtet er weiter.

Umsetzung und Ideen

Ziel ist es, Studierende an die Wahlurnen zu bekommen und die Wahlbeteiligung auf mindestens 20 Prozent zu bringen. Eine Idee ist, die Aufgaben des AStA und des StuPa transparenter zu machen. „Wir glauben, dass man mehr Werbung machen muss, was die Aufgaben des StuPa und des AStA sind und wie diese den Alltag an der Uni verändern können“, so Linus. Ein weiteres Problem sei die Wahldurchführung, was auf der Veranstaltung deutlich wurde. Viele Studierende wüssten nicht, in welchem Gebäude sie nun wählen sollten. Außerdem seien die Wahlurnen nur bis 16 Uhr geöffnet. Studierende, die aber nicht auf dem Campus sind oder sich meistens in Mensa- oder UB-Nähe aufhalten, bekämen von den Wahlen kaum etwas mit. So wurde auf der Sitzung die Idee angeführt, ein neues digitales WählerInnensystem einzuführen. Die Studierenden könnten dann länger und an nicht vorgegebenen Orten wählen. Da die Umsetzung etwas aufwendiger ist, wird daher von den ListenvertreterInnen recherchiert und kräftig nach Lösungen gesucht.

:Sarah Tsah

 

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