Neuer Masterstudiengang an der RUB
Interdisziplinär und international: neuer Master an der RUB
Bild: HPS+
Das Plus mach den Unterschied: Der neue Masterstudiengang HPS nimmt zusätzlich die Kultur der Wissenschaft mit in den Lehrplan. Bild: HPS+
Das Plus mach den Unterschied: Der neue Masterstudiengang HPS nimmt zusätzlich die Kultur der Wissenschaft mit in den Lehrplan.

Studium. Im vergangenen Wintersemester startete ein neuer Studiengang für Masterstudierende. Das Besondere daran: Studierende aus verschiedenen Fachbereichen können am Studiengang „History, Philosophy and Culture of Science“ (HPS+) teilnehmen.

HPS ist ein Studiengang, der im englischsprachigen Raum bereits etabliert und an Universitäten weltweit von Studierenden zu belegen ist. History and Philosophy of Science beinhaltet dort die Wissenschaftstheorie und die Wissenschaftsgeschichte. Ergänzend dazu hat der interdisziplinäre Studiengang an der RUB noch den Teilbereich der Kultur hinzugenommen. „Bei uns kommt das Plus noch hinzu, weil wir nicht nur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte betreiben, was eben nur das HPS wäre, sondern wir bieten auch die Kultur der Wissenschaften an,“ erklärt Benedikt Fait, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte sowie Administrator des Studienganges HPS+.
 

Einzigartig an der RUB

Der Masterstudiengang stellt die Reflektion der Wissenschaft in den Mittelpunkt der Lehre. Bisher fand diese Reflektion an der RUB in eingeschränkter Form im Rahmen des gängigen Philosophiestudiums statt. „Da HPS weltweit etablierte Disziplinen sind, macht es Sinn, einen eigenen Master an der Ruhr-Uni zu sichern“, so Fait. „Damit das nicht nur von Philosophen betrieben wird, haben wir auch andere Fakultäten im Studiengang. Insgesamt sind es sechs Fakultäten.“ Federführend bei HPS+ ist das Institut für Philosophie I. Am Studiengang sind außerdem noch die Fakultäten für Rechtswissenschaft, für Geschichtswissenschaft, für Philologie, für Sozialwissenschaft und die Medizin beteiligt. Von Beginn an erarbeiteten die sechs Fakultäten gemeinsam die Konzeption des Studienganges aus. „Das schafft ein Lehrangebot, dass im Hinblick auf die Interdisziplinarität und Vielfältigkeit was ganz Neues darstellt. Solch ein Vielzahl von Veranstaltungen, die bei unserem Studiengang möglich ist, war vorher nicht möglich zu studieren.“ Da so viele Fakultäten am Studiengang beteiligt sind, lebt dieser auch von den vielfältigen Erfahrungen und Stärken, die die Studierenden während des Bachelors sammeln konnten. „Die Studierenden von HPS+ werden quasi zu ‚Brückenbauern‘ zwischen den Geistes- und den Naturwissenschaften ausgebildet“, fasst Fait zusammen.
 

Voraussetzungen

Der Studiengang richtet sich an Interessierte, die einen B.A. aus dem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Bereich sowie aus den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern haben. Vorteilhaft wäre, wenn bereits im Grundstudium Kenntnisse zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte erworben wurde. Falls es nicht dazu kam, ist das jedoch kein Ausschlusskriterium. Es besteht die Möglichkeit, im ersten Studienjahr den notwendigen Kenntnisstand aufzuholen.
Der Studiengang ist englisch- und deutschsprachig. Deutschkenntnisse müssen Studierende aus dem Ausland vorweisen. Wer Englisch zum Abitur nicht abgewählt hat, braucht keinen Sprachnachweis. Ansonsten muss ein Test (TOEFL) vorab erfolgen. Der Studiengang ist zulassungsfrei, allerdings muss eine Bewerbung in Form eines fünfseitigen Essays, der die Motivation und das Interesse an dem Fach schildert, abgeschickt und ein Interview geführt werden. Die Plätze sind auf 20 Studierende im Jahr beschränkt, doch „da der Studiengang noch jung ist, haben die Studierenden zurzeit noch gute Chancen, aufgenommen zu werden“, verrät Fait.
Weitere Informationen gibt es unter rub.de/hps-plus.                    
  

:Sarah Tsah
 

Autor(in):