Vorwürfe gegen Betreiber und Security haltlos
Homophobe Türsteher vor dem KuCaf?
Symbolbild: sat
Dumme Anmache und Sprüche sind pasé: Neue Security vor dem KulturCafé. Symbolbild: sat
Dumme Anmache und Sprüche sind pasé: Neue Security vor dem KulturCafé.

Campus. Harte Vorwürfe von VetreterInnen des FSR Gender Studies in den vergangenen FSVK-Sitzungen. Der Betreiber des KulturCafés beschäftige homophobe Türsteher. Was hinter den massiven Vorwürfen steckt, hat die :bsz herausgefunden.

Auf den letzten beiden Sitzungen der FSVK (FachschaftsvertreterInnenkonferenz) war der Tagesordnungspunkt „Situation KulturCafé“ zu finden. Einer der Vorwürfe: Hüseyin, der Betreiber des AStA-Cafés, stelle wissentlich homophobe Türsteher für Studi-Partys vor die 

KuCaf-Tür. Zudem sprachen FachschaftsvertreterInnen der Gender Studies davon, dass der „Besitzer die Bedienung vor allen Gästen zusammenscheißt und unfreundlich bei Verhandlungen mit FSRen ist.“ Weiter lautete der Vorwurf aus dem Vollprotokoll: „Es gab mal beim schwulen Sektempfang Probleme, da wurde die Security ausgewechselt, aber dieselbe Firma macht bei anderen Veranstaltungen weiter.“ 

Schwuler Sektempfang

Die Vorwürfe sind nicht unbegründet. Im Wintersemester 2016/2017 veranstaltete das Autonome Schwulenreferat seinen „legendären Sektempfang“ im KulturCafé. Richtig ist, dass es dort Probleme mit der Security gab. „Die Türsteher haben unsere BesucherInnen gefragt, ob sie wirklich auf diese Party wollen und ob sie wissen, was das für eine Party ist“, berichtet Kai Cardinal, Referent vom Autonomen Schwulenreferat. Im Laufe der Party-Nacht tanzten die Türsteher die GästInnen auf der Tanzfläche an – auch Pöbeleien soll es seitens der Türsteher gegeben haben, die beinahe zu einer Schlägerei eskalierten. „Ziemlich unprofessionell“, bemerkt Cardinal. Daneben kritisierte er noch die fehlende Bereitschaft der Security, stark Alkoholisierte zu versorgen. „Dann haben wir einen Krankenwagen gerufen“, so Cardinal.

Neue Security

Nach den Erlebnissen der Party, berichtete das Autonome Schwulenreferat dem Betreiber des KulturCafés von den Geschehnissen. „Er hat gesagt, dass wir,  wenn wir so etwas auf einer Party erleben, direkt zu ihm sollen. Und im Sommersemester hatten wir neue Securitys.“

Der Betreiber hat daraufhin die Verträge mit der Security-Firma aufgelöst. „Wir haben die Security sofort gewechselt“, erzählt Hüseyin. Seitdem stelle er das Security -Team aus seinen KulturCafé-MitarbeiterInnen und aus Externen: „Nein, alle bekommen die gleichen Türsteher und Türsteherin.“

Die oben angesprochenen Kritikpunkte werden in den kommenden Sitzungen der FSVK besprochen und untersucht. Die Ergebnisse lest Ihr dann in der :bsz.

:Sarah Tsah

Um mitreden zu können, besuche einfach das KulturCafé und sammele deine eigenen Erfahrungen. Schreibe eine E-Mail mit dem Betreff „KuCaf“ an redaktion@bszonline.de. Gerne leiten wir Deine Erlebnisse an die FSVK weiter. 

 

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