NACH:GEHÖRT
High As Hope

Lang lebe diese Indiemusik! Kurz gesagt: Mit High As Hope bietet die Britin Florence Welch aka Florence and the Machine ein Album, das nicht nur so facettenreich wie ihre Stimme selbst ist, sondern Indiesound ihre ganz eigene, melancholische Note aufdrückt. Regelmäßige HörerInnen des Welch’schen Sounds kennen den künstlerischen Spagat, den die Sängerin innerhalb ihrer Tracks macht: So führt sie diesen auch beim vierten Album fort und bietet A capella („No Choir“), sanfte Pianoballaden („The End of Love“) und Tanznummern („Patricia“). Gemeinsamer Rahmen – und das ist neu – sind die (konkreten) persönlichen Texte: So erzählt sie von ihrer Essstörung oder von der Beziehung zu ihrer Schwester. Man kommt nicht umhin, von den Texten berührt zu werden – Emotionalität zu erzeugen ist die Stärke der Musikerin. Trotz der melancholischen – und oft auch nachdenklichen Passagen – resümiert Welch schlussendlich versöhnlich: „It’s such a wonderful thing to love“ („Patricia“). Besonders gelungene Musik!