Kurzfristige Zusammenkunft: AStA veranstaltet Friedenstreffen
Globale Solidarität
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Friedliche Stimmung: In sich gekehrt verfassten die Teilnehmenden Botschaften auf ihren Zettelchen. Foto: kac
Friedliche Stimmung: In sich gekehrt verfassten die Teilnehmenden Botschaften auf ihren Zettelchen.

Nach den Terroranschlägen in Paris kam Mohamed Ali Saidi, AStA-Referent für Kultur und Internationalismus, die Idee, eine Friedensversammlung zu organisieren. So hat er zusammen mit „RUB bekennt Farbe“ und dem AStA vor Pablo Picassos „Guernica“ an der Wand der Universitätsbibliothek am vergangenen Donnerstag gegen Krieg und Terror demonstriert.

70 Kerzen zusammengestellt zu einem ausgefüllten Kreis brannten auf dem Boden des Nordforums. Die Lichter symbolisierten 70 kriegslose Jahre in Deutschland und verdeutlichten zugleich den Wunsch, diese Zahl auch global zu erreichen. Foto: kac

Noch bevor Hauptorganisator Mohamed seine Eröffnungsrede beginnen konnte, fragten ihn vier Syrer, was die Zusammenkunft zu bedeuten habe. Nach einer kurzen Erklärung begann der AStA-Referent seine Rede mit folgenden Worten: „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.“ Weiter hieß es, dass das Vergessen der Ereignisse schlimm sei.

Ein berührender Moment kam auf, als die vier Geflüchteten sich vor die Teilnehmenden mit Schriften wie „Terrorismus hat keine Religion“ stellten und somit eine Rechtfertigung ihrerseits für ihre Herkunft stattfand.

Mahnmal, nicht Klagemauer

Allein letztes Jahr wurden 32.000 Menschen Terroropfer. Eine menschenverachtende Ideologie, die aufhören muss. Mit den Worten „Unsere Vielfalt – ist unser Reichtum“ übergaben einige AStA-ReferentInnen und Simon Hartmann (RUB bekennt Farbe) Post-its, damit jede teilnehmende Person ihre Friedensgedanken auf Picassos Bild kleben konnte; jedoch „nicht als Klagemauer sondern als Mahnmal“, erklärte Mohamed. Am nächsten Morgen waren alle Klebezettel bereits von Unbekannten abgenommen worden.

:Katharina Cygan