Dat ist Pott
Glück Auf Kinnas, die Zeche ruft!
Bild: bena
Da staunste wat? Der Kohlenpott vom Förderturm des Bergbaumuseums. Bild: bena

Schomma wat vom Steigerlied gehört? Wenn nich, dann haste nen Besuch im Bergbaumuseum bitter nötich. Dort bekommse von der Picke an gezeicht wat den Pott über Jahrzehnte geprächt hat. Dat Koks! Und wir reden hier nich von der weißen Rotze, die die Berliner und Münchener durche Nase ziehen. Nein, ich rede von Kohle und Bergbau!

Jede*r, der in der Region groß wurde, hatte einen Oppa oder kannte einen Kumpel, der unter Tage malocht hat. Und dat Museum mit dem Förderturm zeicht Euch wie die Stadt, in der Ihr nun studiert, früher mal war und wie der Bergbau die Region rund um Bochum prägte.
Dat besondere, seit dem 16. Juli gibbet ’ne neue Ausstellung: „Steinkohle.Bergabau.Bodenschätze.Kunst“. Die zeicht Euch Forschungsergebnisse und Inhalte aus der eigenen Schmiede. Über 3.000 Exponate sind ausgestellt, die Ihr Euch geben und bestaunen könnt. Die Dauerausstellung bietet vier Rundgänge mit einem eigens gestaltetem Konzept zu jedem Thema zur vielfältigen Welt des Bergbaus. Aber nicht nur die Ausstellung ist ein besonderes Schmankerl, sondern auch die Fahrt unter Tage.
Durch das Anschauungswerk bekommta ein besonderen Einblick und Gefühl zur Zechenlandschaft im Revier. Hier könnta auf 1,2 Kilometer den Alltag von den Kumpels und Malochern unter Tage und im Bergbau nachempfinden und das mit allem Gedöns wat dazugehörte. Dat Forschungsmuseum lässt einen nicht nur das Ruhrgebiet von „Unten“ sehen und erforschen, sondern bietet auch die Möglichkeit auf den Förderturm zu fahren und das Ruhrgebiet von „Oben“ zu bestaunen. Hier bekommta auf jeden nen andern Blick auf  den Kohlenpott, denn so grau und hässlich ist der gar nich. Bei gutem Wetta könnta sogar das Audimax sehen und Euren Muddis nen Bild von Eurer Universität inmitten des Potts schicken.

Wenn Ihr nun Bock habt, den Pott von seiner ehrlichen Seite zu sehen und dessen wirtschaftlichen Ursprung nachzuvollziehen, dann ab ins Bergbaumuseum. Hier könnt Ihr für ’nen Fünfer allein mit na Tonbandführung oder eine Kurzführung für acht Euro durch das Anschauungswerk buchen und der*m Musuemsführer*in fragen stellen, die ihr los werden wollt.

Besonders beliebt sind die Führungen von richtigen Kumpels denn hier bekommt man nicht nur den Bergbau gezeigt, sondern eine Tour mit Charme und Anekdoten. Diese finden jeden zweiten Sonntach im Monat statt und kosten 15 Euronen. Also raus aus der Joggingpeitsche und Zeit für ein bissken Kultur.
              

 :Abena Appiah