Zwei Blockheizkraftwerke beliefern ab 2018 die Uni und den Süden Bochums mit Wärme
Gemeinsam warm
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Die RUB wird unabhängig: Bald kann sich der Campus komplett selbst mit Wärme versorgen und gibt auch noch was an den Bochumer Süden ab. Foto: tom
Die RUB wird unabhängig: Bald kann sich der Campus komplett selbst mit Wärme versorgen und gibt auch noch was an den Bochumer Süden ab.

Energie. RUB und Stadtwerke legen zusammen und erzeugen ab Sommer 2018 mit zwei neuen Blockheizkraftwerken Wärme für den Süden Bochums.

Schon 2016 hatte die Partnerschaft aus RUB und Stadtwerken die „Unique Wärme GmbH & Co. KG“ gegründet, mit einer Beteiligung von je 50 Prozent. Jetzt investieren beide Parteien insgesamt 30 Millionen Euro, um mittels Kraft-Wärme-Kopplung umweltfreundliche Energie zu erzeugen.
Im Zentrum der neuen Anlage stehen zwei Blockheizkraftwerke zu je 51 Tonnen Gewicht mit einer thermischen Leistung von 8,5 Megawatt, die Anfang Dezember samt Generatoren, Kesseln und Kaminen an das Technische Zentrum der RUB geliefert worden waren. Der überproduzierte Strom soll in Teilen den Bedarf der Universität decken.

Unsere unabhängige Uni

Ina Schwarz, RUB-Dezernentin für Bau und Liegenschaften sowie Geschäftsführerin von Unique, erklärt: „Für die Ruhr-Universität bedeutet das Projekt den Schritt vom Energieverbraucher zum Energieproduzenten und damit mehr Unabhängigkeit.“ Dr. Frank Peper, Hauptabteilungsleiter der Stadtwerke Bochum im Bereich Fernwärme, Wasser und Energieprojekte und auch Geschäftsführer von Unique, sagt zwar, dass der Neubau der Anlage eine Herausforderung darstelle. „Aber wir sind zuversichtlich, dass wir im Frühjahr 2018 in den Probebetrieb einsteigen und im Sommer mit einem innovativen, effizienten Wärmeversorgungskonzept an den Start gehen werden.“ 
Sobald die Verträge mit RWE auslaufen, wird Unique den Bochumer Süden mit Wärme beliefern. In der Folge werden der gesamte Campus sowie 4.800 Mietwohnungen, 760 Eigenheime und 115 weitere Unique-Kunden versorgt. Umweltfreundlicher werde alles dadurch, dass rund 26.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
:Tobias Möller