Aktionsbündnis gegründet
Gemeinsam für bezahlbares Wohnen
Bündnis „Wir wollen wohnen!“: Neben mehr bezahlbarem Wohnraum wird die Bewahrung von Mieter*innenschutzregelungen gefordert.
Bündnis „Wir wollen wohnen!“: Neben mehr bezahlbarem Wohnraum wird die Bewahrung von Mieter*innenschutzregelungen gefordert.
Bündnis „Wir wollen wohnen!“: Neben mehr bezahlbarem Wohnraum wird die Bewahrung von Mieter*innenschutzregelungen gefordert.

Lebensraum. Um gegen zu hohe Mieten, Wohnungsmangel und Pläne der Landesregierung anzugehen, bildete sich das breite Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“.

Deutschland hat mit starkem Wohnungsmangel und den daraus resultierenden hohen Mietpreisen zu kämpfen. Auch in Nordrhein-Westfalen stieg der Wohnungsmangel in den vergangenen Jahren stark an. Dazu bildete sich nun das Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“. Das Bündnis, bestehend aus acht Trägerverbänden, darunter der Deutsche Mieterbund NRW, die DGB NRW, AWO NRW und Caritas in NRW, fordert von der schwarz-gelben Landesregierung und den Kommunen, die bestehenden Mietschutzregeln beizubehalten und in Zukunft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Erst vergangenen Herbst erschien eine durch die Hans-Böckler Stiftung geförderte Studie, die unter anderem zu dem Schluss kam, dass Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit dem größten Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist. Demnach mangele es im bevölkerungsstärksten Bundesland an 550.000 Wohnungen. Vor allem fehle es an günstigen Wohnungen unter 45 Quadratmetern für Einpersonenhaushalte.


Mieter*innenschutz bewahren

Das Bündnis richtet die Kritik vor allem in Richtung der Landesregierung. Nach Plänen von CDU und FDP sollen beispielsweise Schutzregelungen vor hohen Mieten und Mieterhöhungen sowie der Zweckentfremdung von Wohnraum durch gezielten Leerstand abgeschafft werden. „Schon jetzt sind die Mieten für viele Menschen unbezahlbar. Die schwarz-gelbe Landesregierung wird dieses Problem noch verschärfen. Sie plant heimlich, still und leise, wichtige Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zu streichen. Die Kampagne richtet sich daher gegen diese Streichungen“, so Michael Wenzel, Geschäftsführer des Mietverein Bochum e. V., der sich ebenfalls am Bündnis beteiligt. Auch an die Kommunen richtet sich die Aktion und fordert die Schaffung von mehr Wohnraum, insbesondere durch die kommunalen Wohnungsunternehmen.

:Stefan Moll

Info:Box

Um die Forderungen zu unterstützen und den Politiker*innen den Rückhalt aus der Gesellschaft zu zeigen, hat das Bündnis eine Petition gestartet. Ihr findet sie unter
tinyurl.com/AktionsbuendnisWohnen.

 

 

 

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