Erneut öffnet die Fiege-Brauerei ihre Tore für Filmfans
Filme gucken, wo das Bier her kommt
Bild: Frank Vincentz, Bochum - Scharnhoststraße - Moritz Fiege, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
Bier und Kino: Beim Fiege Open Air Kino geht auch in diesem Sommer wieder beides. Bild: Frank Vincentz, Bochum - Scharnhoststraße - Moritz Fiege, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
Bier und Kino: Beim Fiege Open Air Kino geht auch in diesem Sommer wieder beides.

Kultur. Die Privatbrauerei Moritz Fiege lädt wieder zum alljährlichen Fiege Open Air Kino. Neben Klassikern erwartet die ZuschauerInnen auch neuer Filmstoff. Das Programm läuft vom 12. Juli bis zum 28. August.

Vom 12. Juli bis zum 26. August verwandelt sich der Innenhof der Fiege-Brauerei in der Bochumer Innenstadt in Bochums größten Open-Air-Kinosaal. Ob Gartenstuhl, Sonnenliege oder Sitzsack – hier findet jedeR ihren/seinen Platz. Und dann lässt man es sich mit kühlem Bier, heißen Fritten und neuen sowie alten Filmen gut gehen. Was sich nach etwas ganz Besonderem anhört, ist in Bochum längst Tradition. Und so wird auch 2018 wieder ein bisschen Normalität einkehren, vor allem bei Ruhrpott-Klassikern wie „Bang Boom Bang“. Aber auch neuere Filmhighlights warten auf Bochumer Filmfans. Maximal 800 von ihnen erwartet jeden Abend nicht nur volldigitaler Filmgenuss auf der mit 14 mal 9 Metern größten Leinwand Bochums, sondern ein wechselndes Warm-Up-Programm regionaler KünstlerInnen. Einlass ist ab 20 Uhr, die Filme starten bei Anbruch der Dunkelheit. Bei leichtem Regen wird weiter geschaut und bei widrigen Wetterverhältnissen behalten die Karten ihre Gültigkeit.

 

Mein Highlight 

„Let‘s do the Time Warp again!“ Wenn eins nicht fehlen darf beim alljährlichen Kinospektakel in Bochum, dann die Kinofassung von Richard O’Briens wahnwitzigem Musical „The Rocky Horror Picture Show“. Der grandiose Tim Curry in seiner Paraderolle als Dr. Frank N. Furter brilliert und lädt die ZuschauerInnen in eine bizarre Welt aus Travestie, Menschenversuchen und Tanz ein. Absoluter Kult, auch wenn das Bochumer Publikum nicht allzu mitmachfreudig ist und auf eigene Einlagen aus dem Publikum verzichtet werden muss.

:juma

 

Auf die Freiheit!

Mit dem Bier in der Hand und den FreundInnen an der Seite kann die vorlesungsfreie Zeit angemessen begrüßt werden. Warum das Ende der Plackerei also nicht im Open Air Kino feiern? Mit „Das schweigende Klassenzimmer“ (2018) kommt am 20. August der Bildungsauftrag aber ebenfalls nicht zu kurz: Darin solidarisiert sich eine DDR-Schulklasse mit einer Schweigeminute mit den TeilnehmerInnen des Ungarischen Aufstandes von 1956. Unter freiem Himmel kann der Film danach herrlich diskutiert werden. Auf den Sommer!  

:lor

 

Für Sommer- UND Kinofans

Open Air Kinos haben viel mehr zu bieten als nur Filme. Es sind kleine Filmpartys mit Snacks, Getränken, guter Stimmung und netten Menschen. Nicht in stickigen Kinos mit schlechter Klimaanlage sitzen, sondern draußen mit einem kühlen Bier in der Hand und der Sonne im Nacken vor einem Film, den man bei Erscheinen verpasst hat oder den man sich immer wieder anschauen kann. Mein Tipp: Der Film „Bang Boom Bang“ von 1999. Die humorvoll-irre Ruhrpott-Komödie mit dem großartigen Schauspieler Oliver Korittke wird am 19. Juli und 22. August gezeigt.          

:mag

 

Familiäres Flair

Im Sommer sind Open Air Kinos immer eine schöne Alternative, da man bei gutem Wetter nicht zwei bis drei Stunden in einem Raum sitzt. Zudem sind es bei älteren Streifen wirkliche Fans des Films, mit denen man über Dinge fachsimpeln und sich über unnützes Wissen austauschen kann. Außerdem entsteht mit der Musik aus der Region eine Art familiärer Flair.

Mein Tipp:  Am 11. August läuft „Die Verlegerin“, ein Drama von Steven Spielberg  mit Meryl Streep als Kathrine Graham, eine Publizistin, die sich in den 70ern entgegen der  Meinung anderer an die Spitze der Washington Post setzte.

:bena

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