8. Iftar zieht Hunderte zum gemeinsamen Fastenbrechen in die Mensa
Fastenbrechen im Hochsommer
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Das gemeinsame Fastenbrechen in der Mensa kam gut an: eingetroffen sind rund 1.000 GästInnen. Foto: alx
Das gemeinsame Fastenbrechen in der Mensa kam gut an: eingetroffen sind rund 1.000 GästInnen.

Vom 18. Juni bis zum 16. Juli heißt es für die muslimischen Studierenden an der RUB: nicht trinken und keinen Happen essen im Sinne des Glaubens – zumindest bis zum Sonnenuntergang. Rund 1.000 Studierende begingen dieses Jahr am 2. Juli das abendliche Fastenbrechen (Iftar) im Ramadan miteinander. Es zählt damit zu den größten Festen dieser Art in Deutschland. AusrichterInnen waren der AStA und das AAR (Autonome AusländerInnenreferat). Der Ramadan ist der Fastenmonat des Islams.

Die vergangen Tage schossen die Temperaturen in unerwartete Höhen. Umso mehr müssen sich die fastenden TeilnehmerInnen des diesjährigen Iftar gefreut haben endlich essen und trinken zu dürfen. Doch bevor es zum eigentlichen Fastenbrechen kam, gab es noch das Begleitprogramm: Flötenspieler, ein Vortrag zum Fastenbrechen und eine Vorstellung der Arbeit von Tuisa hilft.

Unterdessen waren viele freiwillige HelferInnen unterwegs, die sich dafür engagierten, den Abend so angenehm zu machen wie er war. Begrüßt wurden die Eintreffenden an ihren liebevoll angerichteten Tischen mit Datteln, Baklava und Wasser. Bevor die GästInnen das Abendessen wie bei einem normalen Mensa-Gang an den Ausgabetheken abholen konnten, erfolgte um circa 22 Uhr der sogenannte „Adhān“ – ein traditioneller Gebetsruf. Doch konnte man wie bei den Vorträgen zuvor davon kaum etwas hören. Über den ganzen Zeitraum der Veranstaltungen war nämlich das laute Gerede kaum überhörbar, dass auch auf Bitten der RednerInnen nicht leiser wurde.

Entspanntes Ausklingen des Tages

Zu den Gerichten des Abends gehörte beispielsweise Kürbissuppe, Gemüselasagne und Melonenkügelchen, die alle Gefragten überzeugten. Während die Ersten schon fertig mit dem Speisen waren und zum Mensabalkon gingen, um sich die Füße zu vertreten, aßen die Letzten noch von den Süßsspeisen. Der Abend ging dann für viele auch dort zu Ende; bei Vollmond und mit Gesprächen mit bekannten und neuen Gesichtern.

:Alexander Schneider

:bszinfo

Tuisa hilft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in verschiedenen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens engagiert. Brunnenbau- und andere Infrastrukturprojekte sowie humanitäre Hilfe gehören zu den Tätigkeitsbereichen der Organisation, die man auf ­www.tuisa.de näher kennenlernen kann.