10. Fahrrad-Film-Festival in den Flottmann-Hallen
Fahrradfahren ist notwendig!
Foto: tims
Fahrradfahren für den Klimaschutz: Das 10. Fahrrad-Film-Festival in Herne lieferte neben tollen Filmen auch lustige Mitmachaktionen für die ZuschauerInnen. Foto: tims
Fahrradfahren für den Klimaschutz: Das 10. Fahrrad-Film-Festival in Herne lieferte neben tollen Filmen auch lustige Mitmachaktionen für die ZuschauerInnen.

Die Flottmann-Hallen in Herne waren am Wochenende wieder einmal ein angemessener Ort, um den ZuschauerInnen insgesamt 16 Fahrrad-Filme im Kampf um die Goldene Kurbel  zu präsentieren. Zwischen GoPro-Produktionen, wirklichen Spielfilmen in Kurzfilmlänge, Comics im RedBull-Werbe-Design oder lustigen Dokus wurde ein abwechslungsreiches Programm garantiert. Das Publikum durfte sogar abstimmen.

Fahrrad – Filme –  Festival – und das auch noch in den Flottmann-Hallen. Es scheint der perfekte Ort zu sein, um beim insgesamt zehnten Mal Gastgeber des International Cycling Film Festivals (ICFF) zu sein. Eine Kombination aus Bahnhof Langendreer und Zeche, dafür mit wunderbarer Wohnzimmer- und Loungeatmosphäre. Dazu gibt es hängende Rennräder und eine große Leinwand, auf der den ZuschauerInnen am Samstagabend insgesamt 16 Filme präsentiert wurden. Seit 2009 ist Herne der Austragungsort des Festivals. Zuvor war auch die Kneipe Goldkante schon Spielort des Fahrrad-Film-Abends.

Einstimmung bereits am Freitag

Bereits am Freitag startete das ICFF mit den Sonderprogramm Rough Conditions Adventure Festival. Sieben Abenteuerfilme mit und ohne Rad stimmten die ZuschauerInnen auf das Hauptprogramm ein. Das in Kooperation mit der Groningen Adventure Society ausgetragene Abenteuerfilmfestival lieferte neben den eigentlichen Filmen auch Podiumsdiskussionen und Geschichten rund um den Drahtesel.

 „Ich  fand vor allem den Film ‚Velodrool‘ von Sander Joon witzig, der etwas an die RedBull-Werbezeichungen erinnert. Gibt es auch auf vimeo. Einfach anklicken!“
(vimeo.com/130698416)

Die Protestbewegung Critical Mass Dortmund traf sich dann am Samstag am Friedensplatz in Dortmund, um mit ihren Rädern Richtung Flottmann-Hallen nach Herne zu fahren. Auf halbem Weg schloss sich das Bochumer Pendant der Fahrt an und kam dann rechtzeitig zum Hauptprogramm des Festivals am Samstag.

Tokyo meets Templin

Zur Einstimmung wurde „Tokyo“ gezeigt, ein Kurzfilm von zwei Minuten, der zeigt, wie verrückt es sich mit dem Rad durch die japanische Millionenmetropole fahren lässt.

„The Man Who Lived on His Bike“, die preisgekrönte GoPro-Produktion des Kanadiers Guillaume Blanchet, sorgte bei den ZuschauerInnen für viele Lacher, ging aber am Ende leer aus.

Sie musste sich wie „Friedensfahrer Lothar“, der emsige nimmersatte Transportfahrer und die verrückten  Jungs von Rakete Frankfurt, gegen  den  niederländischen Filmemacher Wytse Koetse geschlagen geben, der mit seiner Dokumentation „De Benen van Amsterdam“ die Jury überzeugte.

„Groen“, eine absurde Komödie von Lucas Camps erhielt den Publikumspreis.

Die VeranstalterInnen konnten sich über mehr als 100 BesucherInnen freuen und die Erkenntnis, dass Fahrradfahren notwendig und zugleich beliebter denn je ist, um den Klimawandel zu stoppen. 

:Tim Schwermer

Infobox

Goldene Kurbel 2015:

1. „De Benen van Amsterdam“ von Wytse Koetse (youtu.be/jpyqvIzOUfA)

2. „Bendito Machine IV – Fuel the Machines“ von Jossie Mails (vimeo.com/44428210)

3. „Friedensfahrer Lothar“ von Romy Steyer (vimeo.com/23721779)