Peinlicher Vorfall auf dem Uni-Fest: Verwaltung droht Geo-Fachschaft mit Polizeieinsatz
Fachschaftsräte ohne Rechte?

„Wir saßen mit fünf Leuten im Fachschaftsraum, tranken Bier und hörten Musik. Gegen 0 Uhr 20 betrat plötzlich der Chef der Hausmeister, Miran Müller-Bickert, den Raum und forderte die Anwesenden auf, diesen unverzüglich zu verlassen“, berichtet ein Mitglied des Fachschaftsrats Geographie der :bsz. „Den Tonfall fand ich völlig unmöglich“, so der Betroffene weiter. Zudem habe es Müller-Bickert nicht einmal für nötig gehalten, sich beim Betreten des Raums vorzustellen. Als Grund wurde angegeben, dass im Fachschaftsraum eine genehmigungspflichtige Party gefeiert werde. Müller-Bickert, Verwaltungsangestellter beim Dezernat 5.I (Infrastrukturelles Gebäudemanagement) der Uni-Verwaltung, brachte gleich mehrere Security-Mitarbeiter mit und drohte auf Nachfrage sofort mit den amtlichen OrdnungshüterInnen: „Wenn du weiter diskutierst hol‘ ich direkt die Polizei!“

Diese war jedoch bereits im Vorfeld dagewesen und hatte dafür gesorgt, dass sich beim Campusfeuerwerk gegen Ende des Unifests niemand im NA-Gebäude aufhielt, von dessen Dach wie jedes Jahr das Feuerwerk gestartet wurde. „Im Gegensatz zum letzten Jahr lief die Räumung diesmal sehr entspannt ab – obwohl oder gerade weil der private Sicherheitsdienst nicht mehr hierfür zuständig war“, heißt es aus Fachschaftskreisen – wenngleich die Anwesenheit von Polizei auf dem Campus natürlich an sich fragwürdig sei. Dass es dieses Jahr nach dem Feuerwerk nicht geduldet wurde, sich in den Fachschaftsräumlichkeiten aufzuhalten, sei dagegen absolut unverständlich und beschneide die Autonomie der Fachschaften. Müller-Bickert wurde inzwischen aufgefordert, bei der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) persönlich zu den aktuellen Vorgängen Stellung zu nehmen. Die :bsz wird Euch hierüber weiter auf dem Laufenden halten.