Zwei neue Zählstellen helfen bei Datenerhebung
Entwicklung des Radverkehrs beobachten
Verbesserungen im Straßenverkehr: Mit den Zählstellen soll herausgefunden werden, wie die Angebote für Radfahrende angenommen werden.
Verbesserungen im Straßenverkehr: Mit den Zählstellen soll herausgefunden werden, wie die Angebote für Radfahrende angenommen werden.

Verkehr. Die Stadt Bochum richtet zwei neue automatische Zählstellen für Radfahrende an der Wittenerstraße und Springorumtrasse zur Datenerhebung ein.

Sichere Radwege, Fahrradparkmöglichkeiten oder Fahrradladestationen sind die Bedingungen von vielen Radfahrenden in Bochum. Um zu wissen, ob diese Angebote genutzt werden, ist eine langfristige Beobachtung nötig. Dazu wurden zwei Standorte aus bestimmten Gründen gewählt: Auf der Springorumtrasse dürfen keine Kraftfahrzeuge fahren, wodurch ein reger Verkehr von Fußgänger*innen und Radfahrenden herrscht. Die Wittener Straße ist eine Hauptverkehrsstraße und verfügt teilweise über Radfahrstreifen. Bereits seit Ende 2015 befindet sich eine Zählstelle auf der Herner Straße. „Für die neuen Zählstellen wurden zunächst zwei Orte gewählt, an denen nach Kenntnis der Verwaltung bereits Radverkehr in nicht nur sehr geringer Stärke stattfindet“, erklärt Matthias Olschowy, Nahmobilitätsbeauftragter der Stadt Bochum. Die Zählstellen sollen die Entwicklung im Radverkehr dauerhaft und langfristig verfolgen. Eine objektive Betrachtung sei schwierig, da der Radverkehr von äußeren Einflüssen wie Wetter, Licht, Baustellen und weiteren abhängig ist. Eine kontinuierliche Erfassung an diesen drei Stellen sei wesentlich aussagekräftiger als nur einmalige Messungen an ausgewählten Tagen.

Entscheidungshilfe

„Die Zählwerte können zumindest in der langfristigen Betrachtung einen Eindruck davon vermitteln, ob und wie sich die Radverkehrsstärken aktuell darstellen“, so Olschowy. „Eindeutig und nur auf Grundlage der Messdaten erfolgte Entscheidungen hinsichtlich eines Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur wird es nicht geben - die Daten können die Verwaltung und Politik aber bei der Entscheidungsfindung unterstützen.“
Bereits seit dem 22. November werden die Daten jede Nacht an einen zentralen Server übertragen und aufbereitet, diese sind unter
tinyurl.com/ydbml66c einsehbar. Weitere Zählstellen sind geplant, doch hierfür müssen erst die Bedingungen abgeschätzt werden. Es sei aber sinnvoll, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet verlässliche Werte zu ermitteln, da Radverkehr stärker als Kfz-Verkehr in der Fläche stattfindet.         

:Maike Grabow

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