Eine Betonschönheit kann nichts entstellen – vor allem nicht unter Denkmalschutz
Einzigartig hässlich?
Fotos: mb
Eckig, grau, und baulich wertvoll: Die Ruhr-Universität Bochum. Fotos: mb
Eckig, grau, und baulich wertvoll: Die Ruhr-Universität Bochum.

Die Nachricht verbreitete sich zunächst verhalten – von offizieller Seite folgte erst auf Nachfrage die Bestätigung: Unsere wunderschöne Uni hat nun den Denkmalstatus erlangt! Ob und wie sehr das der geplanten Campusmodernisierung im Weg steht, kann aber offenbar noch niemand abschätzen.

Tatsächlich ist die RUB bereits seit dem 16. Oktober diesen Jahres in die Denkmalliste eingetragen – doch noch immer herrscht seitens der Universitätsverwaltung gepflegtes Schweigen darüber. Auf Nachfrage verrieten die Pressestellen der Ruhr-Uni sowie der Stadt Bochum trotzdem einige Details über diese etwas überraschende Neuigkeit.

Die Initiative, unser Betonimperium als schützenswert zu erklären, sei bereits 2006 von der Bezirksregierung Arnsberg gestartet worden. Nach knapp zehn Jahren hat es die RUB dann auch geschafft: So gut wie alle Gebäude und Grünflächen – außer der KiTa sowie dem kürzlich sanierten Parkhaus P-West – seien ab jetzt geschützt, so die offizielle Info. Damit steht die RUB ab jetzt auf der Denkmalliste der Stadt Bochum.

Wie weitreichend die Folgen dieses Beschlusses sind, sei laut Uni-Pressesprecher Jens Wylkop noch unklar. Die Campusmodernisierung ist voll im Gange; ein Denkmalstatus wird da sicherlich für einige Diskussionsfragen sorgen. Die PCB-Sanierung der N-Reihe werde trotzdem weiter fortgesetzt, wie auch das GD-Gebäude demnächst neu nach Plan gebaut werden soll. Was aber wird nun aus den restlichen Entwürfen, wie etwa dem für eine neue schicke Mittelachse? Da heißt es dann wohl abwarten und währenddessen unsere Betonschönheit bewundern. Die :bsz bleibt für Euch dran!

:Melinda Baranyai