inSTUDIESplus-Projekt LabExchange geht in die nächste Phase
Einmal einen Traum erfüllen
Bild: Mark Radtke
Ein Traum erfüllt: Mark hat sechs Wochen in Chicago verbracht, um für seine Masterarbeit zu forschen.

inSTUDIESplus. RUB-Studi Mark Radtke hat im vergangenen Jahr am RUB-Programm „LabExchange“ (:bsz 1144) teilgenommen. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen in Chicago und seiner Forschung vor Ort. 

:bsz: Mark, Du warst mit LabExchange für zwei Monate in den USA. Was war der Anlass hierzu?

Mark: In den sechs Wochen (Nov.-Dez. 2017) führte ich für meine M.A.-Abschlussarbeit eine qualitative Untersuchung in verschiedenen Gemeinden des Erzbistums Chicago durch. Hierbei sammelte ich narrative Interviews von Katholikinnen aus der chinesisch-, afroamerikanisch-, mexikanisch- und polnisch-katholischen Gemeinde in der englischen und polnischen Sprache bezüglich biographischer religiöser Erfahrungen sowie der Bewährung des Glaubens im Lebensvollzug.

Wie hat es Dich nach Chicago verschlagen?

Das Forschungsvorhaben fand innerhalb des Kooperationsprojekts ‚CrossingOver‘ zwischen der Katholisch-Theologischen Fakultät der RUB (Lehrstuhl für Fundamentaltheologie) und der Loyola University Chicago (Institue of Pastoral Studies) statt.

Fürs Studium ins Ausland – viele Studierende träumen davon, für einige ist es sogar fest vorgesehener Bestandteil des Studiums. Trotzdem bleibt es nicht selten ein Wunschtraum. Hast Du Dir durch dein Forschungsprojekt im Ausland ebenfalls einen Traum erfüllt?

Definitiv! Mein Traum war es, während des Masterstudiums in den Städten Warschau, Jerusalem und Chicago zu leben und zu arbeiten. Die ersten zwei Träume konnte ich im Rahmen der Praxismodule verwirklichen, Chicago schien in der Endphase des Studiums nicht mehr realisierbar. Umso größer war die Freude, als ich von LabExchange erfuhr und auch diesen Traum erfüllen konnte.

War das der Hauptgrund, den Auslandsaufenthalt via LabExchange zu realisieren? Mit Auslandssemestern an Partnerinnenunis oder einer Erasmus-Teilnahme stehen auch andere Wege offen.

LabExchange unterscheidet sich deutlich von Auslandssemestern. Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und das klare Ziel des eigenen Forschungsinteresses waren Gründe, die mich zum Vorhaben bewogen haben und in dieser Art während eines Auslandssemesters nicht gegeben wären.

Glaubst Du, dass Projekte wie LabExchange neben der individuellen Erfahrung für die Teilnehmenden auch andere Vorteile und Nutzen bietet?

Ja, der Kontakt und permanente Austausch, auch über die Zeit des Forschungsaufenthalts hinaus, gibt viele Impulse für die eigene Arbeit, das Feedback bringt neue Perspektiven und das Kennenlernen alternativer Arbeitsweisen kann gewinnbringend für die eigene Forschung genutzt werden.

Wurdest Du durch inStudies auch während und nach Deines Aufenthalts unterstützt?

Ich konnte mich vor dem Antritt jederzeit mit Fragen an die Kontaktpersonen wenden, während des Aufenthalts wäre natürlich die finanzielle Unterstützung zu nennen, nach dem Aufenthalt war es sehr spannend mit anderen „LabExchangelern“ in Kontakt zu kommen und von deren Forschungsaufenthalten zu erfahren.

Zu guter Letzt: Würdest Du anderen Studierenden die Teilnahme an LabExchange empfehlen?

Unbedingt! Eine grandiose Erfahrung!

Das Interview führte :Justin Mantoan

INFO:BOX

Willst auch Du ein Forschungsprojekt im Ausland mit der Hilfe von LabExchange realisieren? Bis zum 15. Mai hast Du die Chance, Dich um einen der Plätze im Programm zu bewerben. Alle Infos findest Du unter: tinyurl.com/instudiesplus