Vortrag After Work für Gesellschaft jenseits der Arbeit
Eine Welt nach der Arbeit
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Denkanstöße für eine post-Work-Gesellschaft: After Work, das neue Buch von Tobi Rosswog. Bild: http://after-work-buch.de/wp-content/uploads/2016/11/afterwork3d.png
Denkanstöße für eine post-Work-Gesellschaft: After Work, das neue Buch von Tobi Rosswog.

Vortrag. Tobi Rosswog lebte zweieinhalb Jahre geldfrei und gründete Initiativen für ein neues Miteinander. Nun stellte er sein neues Buch vor.

Er wolle „Utopien schon jetzt leben und nicht auf einen gesellschaftlichen Wandel warten“, sagt der Aktivist Tobi Rosswog.  Als freier Dozent und Redner vermittelt er seit 2009 Ideen und Wege für eine sozial-ökologische Transformation. Er ist Mitbegründer von Initiativen wie dem Kollektiv für gelebte Utopie oder der Utopie-Ökonomie-Konferenz Utopikon sowie Verfechter geldfreier, alternativer Gesellschaftsmodelle. Auf Einladung des Arbeitskreis Plurale Ökonomik Bochum war er am Donnerstag, den 29. November, auch an der Ruhr-Universität Bochum zu Gast. Im Rahmen des Vortrags „After Work: Über die Zukunft der Arbeit“ stellte Rosswog sein gleichnamiges Buch vor, das seit dem 1. Oktober diesen Jahres im Handel erhältlich ist. Der Aktivist versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, warum wir arbeiten und was Arbeit mit uns und unserer Umwelt macht. Arbeit sei, entgegen dem allgemeinen Konsens, kein Naturgesetz. Rosswog kritisierte, dass man von anderen Menschen aufgrund von Qualität und Nutzen seiner Arbeit bewertet wird und sich so eine Daseinsberechtigung schaffen müsse: Wer kennt nicht die Frage: „Und, was machst du so?“

Demo und Büro

Besondere Spannungsfelder sieht Rosswog auch im Verhältnis von Arbeit und Gehorsam, Konkurrenz und eigenem, ehrenamtlichen Engagement. Am Beispiel des Hambacher Forst zeigt er, dass gerade am Wochenende viele aktiv werden, unter der Woche jedoch wieder im Büro zu finden seien. Als Lösungsansätze hatte er verschiedene Ideen. Neben eigenen Erfahrungen rief er die Zuhörer*innen dazu auf, mehr mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren und sich neben Markt und Staat zu organisieren. Durch eine stärkere Unabhängigkeit soll mehr  Fokus auf das eigene Potential gelegt werden. Rosswog  betont, dass eine Gesellschaft jenseits von Arbeit jedoch nicht bedeutet, gar nichts zu tun. Vielmehr sollte der einzelne, anstatt von äußeren Umständen motiviert, aus innerer Motivation eigenverantwortliche Tätigkeiten annehmen.

:Philipp Kubu

Info:Box

Tobi Rosswogs Buch „After Work“ ist im oekom Verlag München erschienen und für 15 Euro sowie als e-Book erhältlich.

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