Seit Wochen häufen sich Diebstähle in der I- und N-Reihe
Einbruchsserie in Transmensanien
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Tatort I- und N-Reihe: Hier waren EinbrecherInnen am Werk. Foto: kac
Tatort I- und N-Reihe: Hier waren EinbrecherInnen am Werk.

Eine Einbruchsserie verunsichert Studierende, ProfessorInnen und Angestellte an der Ruhr-Universität. In den vergangenen Monaten wurde an mehreren Wochenenden in die Gebäude der I- und N-Reihe eingebrochen. Zahlreiche Beamer und Computer sind aus den Fakultäten verschwunden, auch FSR-Räume sind betroffen und der FSR Chemie/Biochemie berichtet sogar von Schüssen auf einen Wachmann.

Jüngstes Opfer der Einbrüche ist der Fachschaftsrat Geographie, in dessen Raum vergangene Woche eingebrochen wurde und aus dem Wertgegenstände entwendet wurden, wie es aus GeographInnenkreisen heißt. Schon eine Woche zuvor meldete der FSR einen Einbruch im Institut, bei dem einer Professorin zwei Laptops entwendet worden seien.

Gewaltbereite HausfriedensbrecherInnen

Erstmals informierte der Fachschafrat Chemie/Biochemie am 18. November in der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) die anderen Fachschaften über einen Einbruch ins NC-Gebäude. Durch das Fenster des Prüfungsamtes seien die TäterInnen eingestiegen, hätten dort den Mac der Angestellten mitgehen lassen, erzählt ein Chemiestudent der :bsz. Vom Prüfungsamt aus hätten die TäterInnen sich dann Zugang zu weiteren Räumen der Chemiefakultät verschafft. „Sie haben sich dann anscheinend ziemlich unsanft an den Beamern des Studierendenraums zu schaffen gemacht“, berichtet der Student weiter. Dabei müssen sie vom Wachpersonal überrascht worden sein – worauf sie mit Schusswaffengebrauch reagierten. „Die Einschusslöcher sieht man immer noch“, erzählt der angehende Chemiker, stellt aber klar, dass er zu der Schuss-Angelegenheit keine sicheren Informationen habe. Es soll sich um eine kleinkalibrige Pistole gehandelt haben; der Wachmann sei unverletzt. Polizei und offizielle Stellen der Ruhr-Universität konnten bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme abgeben.

Rechner aus der Rezeption rezipiert

Noch in der gleichen FSVK-Sitzung hieß es vom Fachschaftsrat Physik und Astronomie, dass auch in NA eingebrochen wurde, dreifach sogar. Auch dort sei Munition aus Metallkügelchen gefunden worden.

Die Fälle häufen sich Woche für Woche. Der Fachschaftsrat berichtete von Einbrüchen in das ID-Gebäude. Es seien die Computer der Rezeption geklaut worden, was auf Anfrage der :bsz von einer Rezeptionsmitarbeiterin bestätigt werden konnte, sowie zwei Beamer aus dem Gebäude. In der gleichen Woche wird Maik Wolf vom FSR Umwelttechnik und Ressourcenmanagement (UTRM) im Rundbrief der FSVK zitiert: „In IC wurde auch ein Fachschaftsrat beklaut. Allerdings scheint es dort jemand mit Transponder gewesen zu sein, da es keine Einbruchsspuren gibt.“

Informationswust und Handlungsträgheit

Das Verhalten der verschiedenen Stellen zu den Vorfällen ist sehr unterschiedlich – und alles andere als vorbildlich. Es machen größtenteils Gerüchte die Runde, konkrete Informationen sind schwer zu kriegen. Teilweise informieren Dekanate die Fachschaften nicht über die Vorfälle. Ein Ende der Einbruchsserie ist nicht abzusehen, auch ist nicht auszuschließen, ob sich die Straftaten nicht auch auf G-, M- und weitere Gebäude ausweiten – vor allem da von Seiten der Univerwaltung keine Reaktion erkennbar ist.

Der FSR Physik und Astronomie hat deswegen ein Schreiben an das Rektorat aufgesetzt, sich der Problematik endlich anzunehmen. Der FSR bittet weitere Vertretungen um Unterstützung und steht auch als Ansprechpartner zur Verfügung.
Solange das Rektorat nicht angemessen reagiert, gilt für alle: Keine Wertsachen über Nacht an der Uni lassen; wichtige digitale Daten extern speichern; jeden Diebstahl der Uni und vor allem der Polizei melden.
 

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