Bücher, Bücher, Bücher
Ein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse
Bild: leda
Bücher, Karten, Zeitungen und Co: Auf der Frankfurter Buchmesse lassen sich viele Varianten des gedruckten Wortes finden. Bild: leda
Bücher, Karten, Zeitungen und Co: Auf der Frankfurter Buchmesse lassen sich viele Varianten des gedruckten Wortes finden.

Reportage. Auch dieses Jahr war es wieder soweit: Vom 16. bis 20. Oktober fand die Frankfurter Buchmesse statt.

Lesungen, Signierstunden, Aussteller*innen aus verschiedenen Bereichen sowie Ländern und ein beinahe überwältigend-großes Messegelände: Bereits zum 71. Mal wurde die jährliche Buchmesse in Frankfurt am Main ausgerichtet. Dieses Jahr hieß es ,,Hjertelig velkommen, Norge!’’, denn der ausgewählte Ehrengast war Norwegen. Aufgrund dessen gab es unter anderem einen norwegischen Pavillon, einen Besuch der Kronprinzessin Mette-Marit sowie mehrerer norwegischer Künstler*innen. Zum ersten Mal war es den Besucher*innen diesmal auch möglich, am gesamten Wochenende Bücher zu kaufen. Im Folgenden stellen wir Euch nur eine kleine Auswahl vor.

Neben mehreren norwegischen Ständen, die über das gesamte Messegelände verteilt waren, gab es auch einen „Ehrengast-Pavillon“: eine große Halle, die vollkommen dem skandinavischen Land gewidmet ist. Bereits beim Betreten bemerken die Besucher die künstlerischen Details der Halle: die Wände sind von schwarz-weiß Fotografien verziert, über den Saal sind metallene Skulpturen und Stände verteilt. Dabei lassen sich sowohl Bücher und literarische Informationen finden, die wahrscheinlich jede*r erwartet, als auch skurrilere Ideen.
Beispielsweise gibt es einen Tisch, auf dem verschiedene Gerüche verteilt sind. Was das genau bedeutet: in Gewürzmischungs-ähnlichen Dosen befinden sich Gerüche, die an spezifische Momente, Lebensphasen und Dinge erinnern sollen. Neben eher positiv konnotierten Gerüchen, die beispielsweise nach dem ersten Kuss mit Lipgloss oder einer Meeresbrise riechen sollten, gab es auch Gerüche, die nach dem Tod der Großmutter, Pubertät oder der Geburt riechen sollten. Mittels versteckter Gerüche eine Geschichte zu erzählen, ist hierbei sicherlich ein ungewöhnlicherer Weg als die Differenzierung verschiedener Buchgenres, die an den meisten anderen Ständen des Pavillons stattfand.

Was natürlich auch nicht fehlen durfte waren Vorträge, Diskussionen, Performances und Lesungen unterschiedlicher literarischer Künstler*innen. Dabei konnten sich Besucher*innen über welt- oder deutschlandweit bekannte Namen aber auch nischenartige Themen freuen. So konnten die Gäst*innen der Buchmesse am Freitag einerseits Sebastian Fitzek im überfüllten Yogi-Zelt lauschen, der über seinen neuen Roman ,,Das Geschenk’’ berichtete und hierbei gemeinsam mit einem ehemaligen Analphabeten über die Rolle von Analphabetismus in seinem Werk sowie die Probleme in der heutigen Gesellschaft sprach. Andererseits stellte die philippinische Kinderbuchillustratorin Abi Goy verschiedene philippinische Bilderbücher vor, deren Illustrationen Kindern helfen sollen, über Themen von Familie bis zum Verhältnis zum eigenen Körper zu lernen. Sicherlich gab es hierbei deutlich weniger Besucher*innen als bei Fitzek, doch waren gerade die kleineren Veranstaltungen oft besonders interessant.

Die Auswahl auf der Frankfurter Buchmesse ist groß und beeindruckend – beinahe schon zu sehr. Da die eher unübersichtliche Website oftmals keine Hilfe ist, ist es fast schon am besten, zwei Tage die Messe zu besuchen: Einen Tag zur allgemeinen Orientierung und einen, um sich seine gezielten Interessengebiete nochmals anzusehen.

Den Kommentar findet ihr hier.

:Charleena Schweda