Frage 9
Doppelter Abiturjahrgang
Grafik: ln
Double Trouble: Bevor aus doppelt so vielen AbiturientInnen doppelt so viele AbsolventInnen werden, müssen diese erst einmal aufgenommen werden. Grafik: ln
Double Trouble: Bevor aus doppelt so vielen AbiturientInnen doppelt so viele AbsolventInnen werden, müssen diese erst einmal aufgenommen werden.

Wie bewertet Ihr den bisherigen Umgang mit dem doppelten Abi-Jahrgang und habt Ihr hierzu Verbesserungsvorschläge?

RCDS: Obwohl die Verwaltung der RUB im Vorfeld versicherte, Maßnahmen getroffen zu haben und diese so umsetzen zu können, dass das Studienleben auf dem Campus „gewohnt“ abläuft, kann jeder Studierende, der den Hochschulalltag erlebt, mit Sicherheit feststellen, dass dies nur eingeschränkt richtig ist. Überfüllte Mensa, überfüllte Hörsäle sind als Beispiele wohlbekannt.

B.I.E.R.: Der doppelte Abiturjahrgang wäre perfekt gewesen, um mal endlich den Studiengang „Bierologie“ zu etablieren – dann hätten die Studis auch mehr Auswahl gehabt. Leider hat die Universität dies verpasst. Aber es ist ja
noch nicht zu spät dafür. Die Sperrung von Gebäudeteilen (z. B. IA und IB) sowie der schleppende Neubau (GD) trug zu einer intensiveren Kennenlernphase auch außerhalb der U35 bei.

GHG: Von allen gefürchtet war dieser Jahrgang und doch scheinen alle Studierenden in Hörsälen untergekommen zu sein. Wie es jedoch mit dem Wohnraum aussieht, ist kaum nachzuvollziehen. Bei der  An- und Abreise per ÖPNV und Auto/Fahrrad gibt es noch Verbesserungsbedarf. Wenn alle Stationen an der U35 fertiggestellt sind, mag dies zwar zu einer Entlastung führen können, jedoch reicht dies bei weitem nicht aus! Bei den Fragen Shuttlebus, Parkplätze, Ausbau von Radwegen gibt es noch viel Handlungsspielraum. Die U35 ist leider schon an ihre Grenzen gestoßen.

NAWI: Das Projekt RUB.2013 hat dieses Jahr bereits durch neue Hörsäle und Strukturen für eine im Vergleich mit anderen Unis gute Ausgangssituation gesorgt. Verbesserungen fordern wir aber konkret bei der Parkplatzsituation und den überfüllten Vorlesungen.

ReWi: Wir können derzeit nur die Situation an der juristischen Fakultät beurteilen. Das Angebot der Lehre ist umfangreicher und vielseitiger als in den Jahren zuvor und auch die Kursgrößen haben deutlich abgenommen, was nicht zuletzt durch Buchstabengruppen für tendenziell besser besuchte Veranstaltungen bewerkstelligt wurde.

Jusos: Die Verwaltung hat sich gut auf den doppelten Abi-Jahrgang vorbereitet und auch die Zusammenarbeit mit dem AStA hat sehr gut funktioniert. Der „Ansturm“ ist von allen Akteur*innen gut bewältigt worden. Probleme sehen wir jedoch weiterhin bei der U35, die deutlich überlastet ist. Hier sollten zusätzliche Verbesserungen erfolgen. Das Angebot „metropolradruhr“ geht hier definitiv in die richtige Richtung.

KLIB: Natürlich könnten wir hier populistische Forderungen nach mehr Bahnen und größeren Hörsälen platzieren. Wir sehen, dass sich alle Beteiligten reinhängen. Ein wichtiger Punkt für uns ist, dass für alle Studis bezahlbarer Wohnraum erhalten bleibt.

IL: Wir haben die Entwicklung des Projekts RUB.2013 seit Anbeginn mitverfolgt. Es war eine hervorragende Zusammenarbeit, die weiterhin von uns begleitet werden möchte. Dank der Projektgruppe bemerkte man statt dem gefürchteten „Ansturm“ der Erstis nur ein laues Lüftchen.

GEWI: Insgesamt hat die Uni den doppelten Abi-Jahrgang gut in den Griff bekommen; das befürchtete Chaos blieb aus, auch wenn die U-Bahn zu Stoßzeiten recht voll ist. Als AStA-tragende Liste begleiten wir die bestehenden Maßnahmen kritisch. Verbesserungsbedarf gibt es insbesondere in der Mensa, wo die Schlangen überhand nehmen. Dies werden wir zusammen mit dem Akafö angehen.