Spannende Dokumentationen NRW-weit zusehen
Doku-Festival wirft Blick in die Vergangenheit
Bild: Zur Verfügung gestellt von endstation.Kino
„Chris the Swiss“ von Anja Kofmel: 1992 stirbt ein junger Schweizer Journalist in Kroatien – er trug eine Uniform einer internationalen Miliz. Dekaden später versucht seine Cousine das Rätsel um seinen Tod zu lösen und ergänzt fehlende Sequenzen mit Animationen. (Bochum: 28.1, 18 Uhr) Bild: Zur Verfügung gestellt von endstation.Kino
„Chris the Swiss“ von Anja Kofmel: 1992 stirbt ein junger Schweizer Journalist in Kroatien – er trug eine Uniform einer internationalen Miliz. Dekaden später versucht seine Cousine das Rätsel um seinen Tod zu lösen und ergänzt fehlende Sequenzen mit Animationen. (Bochum: 28.1, 18 Uhr)

Film. Dokumentarfilmfestival Stranger Than Fiction startet am 24. Januar und bespielt ausgewählte Kinos in Nordrhein-Westfalen. 16 inter- und nationale Arbeiten werden bis zum 3. Februar zu sehen sein.

Der Anfang des Dokumentarfestivals entstand aus der Kinogesellschaft Köln und erlebt dieses Jahr das 21. Bestehen. In neun Städten zeigen die Festivalinitiatoren Joachim Kühn und Dirk Steinkühler aktuelle dokumentarische Kinofilme. Neben Bochum sind die Filme an der unmittelbaren Nachbarschaft, wie Dortmund, Essen und Duisburg zu sehen. Denn nicht in allen Städten werden auch immer alle Filme abgespielt. In Bochum richtet endstation.Kino die Filme aus.


Empfehlung

Da ein Dokumentarfilm eine Gattung und kein Genre ist, ist die Themenvielfalt speziell bei diesem Festival bemerkenswert. Grob beschreiben die Initiatoren ihre Filmauswahl als einen erfassten Wandel der Zeit. „In mehreren Produktionen werfen Filmemacher*innen dabei einen Blick zurück in die Vergangenheit, auf Ereignisse und Tendenzen, die heute aktueller nicht sein könnten“, heißt es in dem Filmfestival-Editorial. Der Dokumentarfilm „Exit“ (Bochum: Samstag, 2. Februar, 19 Uhr) von Karen Winthers thematisiert links- und rechtsgerichtete Aktivist*innen und stellt sich der Frage, was die ehemaligen Extremist*innen dazu bewegten, ihr extremistisches Leben hinter sich zu lassen. Dabei untersucht sie auch ihre eigene Vergangenheit als Aktivistin. In „Der letzte Jolly Boy“ (Bochum: Mittwoch, 30.Januar, 18 Uhr) wird die Erinnerungsarbeit des Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum dokumentiert.
Etwas weniger schwere Kost zeigt der Dokumentarfilm „Asi mit Niwoh – Die Jürgen Zeltinger Geschichte“ von Oliver Schwabe (Bochum: 25. Januar, 19:15 Uhr; Gast: Oliver Schwabe/ Köln: 26. Januar, 20 Uhr; Gast: Oliver Schwabe – mit Akustik-Gig von Jürgen Zeltinger und Dennis Kleimann). Die Kölner Ikone wird von Schwabe auf seiner Tour begleitet und interviewt dazu Bekannte und Weggefährt*innen des Altrockers. Dabei kommen amüsante Geschichten zum Vorschein.

:Sarah Tsah

Autor(in):