Künstliche Intelligenz
Die Algorithmisierung des Baus
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Bauforschung. Ein Konsortium an der RUB forscht, wie KI auf Baustellen helfen kann.

Der Einzug von künstlicher Intelligenz (KI) steht in allen Bereichen des Lebens an, auch auf Baustellen, von denen es im Ruhrgebiet eine ganze Menge gibt. Um zu erforschen, wie KI im Bauwesen behilflich sein kann, wurde nun ein Konsortium um den Lehrstuhl Informatik im Bauwesen der RUB unter Leitung von Prof. Markus König gegründet. Das Konsortium mit dem Namen KI meets BIM (Building Information Modelling) formt eine Forschungsagenda, die ab Ende 2019 gefördert werden kann. „Die Idee ist, dass wenn sich bestimmte Grundrisse für bestimmte Nutzerinnen und Nutzer besonders bewährt haben, sie für ein neues Projekt übernommen werden können“, so Markus König.

Bei der nun entstehenden Forschungsagenda steht der Fokus des Konsortiums auf vier Kernprozessen des Bauwesens: Die Entwurfsphase, die Ablaufplanung, der Ablaufssteuerung und der Instandhaltung. In der Entwurfsphase könnten beispielsweise Architekturentwürfe durch Algorithmen optimiert werden, indem bereits vorhandene Projekte ausgewertet und daraufhin neue Pläne automatisch generiert werden. In der Ablaufplanung hilft KI vor allem in der effizienteren Planung der Bauausführung. Dies macht den Bau nicht nur schneller, sondern auch günstiger. Bei der Ablaufsteuerung geht es um die Kontrolle des Baufortschritts sowie der automatischen Erkennung von Baumängeln und Abweichungen. Bei der Instandhaltung können künstliche Intelligenzen Wartungsprozesse unterstützen. Dazu müssen Daten ermittelt und analysiert werden, die während der Nutzung des Gebäudes generiert werden.

Das Konsortium formte sich durch den Wettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“, in dessen ersten Phase das Konsortium erfolgreich war. Bei dem Wettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie werden innovative Projekte gefördert, die die Anwendung von künstlicher Intelligenz neu denken. Das bauliche Gewerbe ist dabei einer von zehn Schwerpunktbereichen.          

   :Stefan Moll

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