Die Schnittstelle zwischen Studierendenschaft und Akafö
Der Studierenden Werk
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Vermitteln für Euch beim Mensabetreiber: Susanne Schütz und Simon Gutleben. Foto: mar
Vermitteln für Euch beim Mensabetreiber: Susanne Schütz und Simon Gutleben.

Das Akafö ist so etwas wie die Mutti für Studierende: Das Studierendenwerk versorgt uns mit Essen (Mensen und Cafeten), gibt uns ein Dach überm Kopf (Wohnheime), passt auf unsere Kinder auf (Kitas), kümmert sich um unser Geld (Bafög) und bespaßt uns (Kulturbüro boskop). Dabei ist diese Mutti teilweise selbst noch am Studieren: Susanne Schütz und Simon Gutleben vertreten die Studierenden im Verwaltungsrat des Akafö.

Sowi-Student Simon ist seit etwas über zwei Jahren Mitglied des Verwaltungrates (VR) unseres Studierendenwerks; seit Juni vergangenen Jahres ist er sogar Vorsitzender dieses Gremiums. Er erklärt: „Beim Akafö ist es Tradition, dass Studierende diese Position haben. Das ist nicht in allen Studierendenwerken so.“

Susanne wurde zwar schon im Januar vom Studierendenparlament (StuPa) für zwei Jahre in den VR gewählt; da sich der neue VR aber noch nicht konstituiert hat, war sie jedoch bei keiner Sitzung dabei. Die Lateinstudentin freut sich aber schon auf die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines großen Betriebs zu gucken und mitbestimmen zu können über „Einkäufe im Großhandel, das Personalwesen und alles, was dazu gehört“, sagt sie lächelnd.

Was darf das Studium kosten? Studis entscheiden mit!

Es ist die Aufgabe der neun Mitglieder des VR (davon vier Studis von drei Hochschulen), „wichtige, das Akafö betreffende Entscheidungen zu treffen“, erklärt Simon. Darunter fallen auch solche, die unmittelbar alle Studierenden betreffen; diese müssen im VR gefällt werden. Ein aktuelles Beispiel ist die Erhöhung des Sozialbeitrags um zehn Euro zum Wintersemester. Auch darüber haben unsere studentischen VertreterInnen abgestimmt.

„Was mir an der Aufgabe am besten gefällt?“, sagt Simon und fasst sich beim Nachdenken an sein Markenzeichen, die Melone. „Es ist die Vielfalt der Themen, mit denen man in diesem Gremium zu tun hat“. Man habe viel Umgang mit Menschen, müsse hier vermitteln, dort informieren. Das Studium gefährde der Job bei allem Aufwand aber nicht. Dafür wird der oder die Vorsitzende monatlich mit dem Bafög-Höchstsatz für den Aufwand entschädigt.
 

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