Literatur des Ruhrgebiets kartographiert
Der etwas andere Reiseführer
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Learning by Doing: Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts waren BesucherInnen dazu aufgefordert, sich selbst ein Bild von der Karte zu machen. Foto: tom
Learning by Doing: Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts waren BesucherInnen dazu aufgefordert, sich selbst ein Bild von der Karte zu machen.
Das Projekt „Literaturkarte Ruhr“ wurde am Dienstag, den 12. April, offiziell vorgestellt. Projektleiterin Dr. Stephanie Heimgartner und die Mitwirkenden Sofie Mörchen und Tina Häntzschel vom Lehrstuhl für Komparatistik an der RUB standen dabei einem kritischen Publikum im Blue Square Rede und Antwort.
 
Basierend auf der Annahme, dass „Literatur innerhalb eines topographischen Netzwerks von Akteuren, Bezügen und Diskursen darstellbar ist“, so die offizielle Website, wurde über den Zeitraum zweier Seminare eine Karte erstellt, welche die mannigfaltige Literatur des Ruhrgebiets organisiert und so für jedeN zugänglich macht. Diese Karte orientiere sich topographisch an den Grenzen des Regionalverbandes Rhein-Ruhr und historisch an fünf wichtigen Zäsuren, beginnend 1867, die das Ruhrgebiet geprägt hätten, so Mörchen.

Die „Karte des Ruhrgebiets in ihrer ganzen Schönheit“

So leitet Tina Häntzschel die Vorführung des Projektes ein. Am Beispiel von Heinz Dramschs Werk „Humor um Kohle und Stahl“, in Verknüpfung mit dem Walzwerk in Duisburg-Meiderich, wird die Sortierfunktion des Projektes veranschaulicht. Es kann nach AutorInnen, Institutionen und Schauplätzen gesucht werden. BesucherInnen der Seite erhalten nach einem Klick auf ihr ausgewähltes Objekt eine Literaturangabe sowie einen knappen Einblick in das Werk, der dazu anregen soll, selbst danach zu greifen. Jeder klickbare Artikel ist indes weiter verlinkt, was einen steten Informationsfluss gewährleisten soll. Auf die Frage, ob sich das Projekt künftig auf NRW ausweiten ließe, erwiderte Heimgartner scherzhaft: „Wenn sich die entsprechenden Kulturinstitutionen aufdrängen ...“.

Einbringungsmöglichkeiten

JedeR kann mitmachen. Entweder als AutorIn über Beiträge, als SpenderIn, damit beispielsweise wichtige SHK-Stellen fortgeführt werden können, als Verlag mit der Bitte um Ergänzung der Literatur oder als organisatorische Unterstützung. Das Projekt soll nämlich kontinuierlich weitergeführt und um Möglichkeiten wie AutorInnenbewegung, Volltextsuche und Smartphone-Kompatibilität erweitert werden, so Heimgartner.