Singsang, Speis und Umtrunk
Der 13. Bochumer Musiksommer ist erklungen
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Die Auswahl fällt schwer, weil sie so groß ist – Kulinarische Vielfalt auf dem Musiksommer Bild: fufu
Die Auswahl fällt schwer, weil sie so groß ist – Kulinarische Vielfalt auf dem Musiksommer

Stadtfeste. Drei Tage lang gab es in Bochum überall Musik, Essen, Trinken und Unterhaltung. Bei viel Glück mit dem Wetter wurde in Bochum vergangenes Wochenende gefeiert.

Shoppen am Sonntag, an jeder Ecke in der Stadt essen gehen, überall Live-Musik für umme. Klingt fast utopisch, ist aber zum 13. Mal in Bochum so passiert, im Zuge des Musiksommers. Veranstaltet von der Bochum Marketing GmbH für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen. Alles umsonst und draußen. Bis auf das Essen, das war leider, natürlich nicht so ganz kostenlos, verführte durch betörende Düfte und Gerüche aber trotzdem schnell zum freiwilligen Kauf. Für Feinschmecker*innen und alle, die gerne neues ausprobieren, oder auch für die, die der einen, ganz bestimmten Mahlzeit hinterjagen, die sie seit irgend einem Sommerurlaub oder Auslandsjahr weiter in ihren Träumen verfolgt und immernoch für sabbernde Sehnsucht sorgt. Ihr kennt das bestimmt.

Das Festivalprogramm war wie immer sehr bunt und vielseitig. Auf sieben Bühnen so wie an weiteren Spielorten gab es viel zu sehen, hören und erleben. Auf der Moritz-Fiege-Bühne, der Hauptbühne des Musiksommers, am Dr. Ruer-Platz traten Künstler*innen wie die Schauspielerin und Musikerin Anna Loos, die Band Botticelli Baby aus dem Ruhrgebiet, Jeangu Macrooy ein Soul, Pop, Funk und Swing Musiker gebürtig aus Suriname, der inzwischen in der Niederlande lebt oder auch The Bland aus Schweden auf. Ein weiteres Highlight auf dieser Bühne war „Martin Luther King – Das Chormusical“, welches am 9. und 10. Februar 2019 bei seiner Urauffühung bereits zwei mal die Essener Grugahalle ausverkaufen konnte. Dieses soll ab dem Jahr 2020 dann sogar bundesweit auf Tournee gehen. Auch zwei Aufführungen im Bochumer RuhrCongress sind schon geplant: am 29. Februar sowie am 1. März 2020. Auf dem Dr. Ruer-Platz fand auch Samstag um 23 Uhr das traditionelle Feuerwerk statt, bewundert werden konnte es aber natürlich aus vielen Winkeln der Innenstadt.

Die Stadtwerke-Lounge an der Bochumer Drehscheibe war für die Electro Liebhaber*innen gedacht. Am Freitag konnte man hier ab 19 Uhr erstmal 2 Stunden zu DJ ***Mike Litt*** abgehen, bevor dann Kult-DJ ***ATB*** bis 23 Uhr die Scheiben drehte. Am Samstag durfte man hier auch zu Bochumer DJ ***Kurtis Flow*** von der Dubl'Trouble Crew das Tanzbein schwingen, ganz so wie man es aus Rotunde oder Trompete und anderen lokalen Clubs gewohnt ist. Als genereller Programmabschluss wurde dann „Tango Fuego – Tango zum Mitmachen“ im Bermuda3Eck angesetzt. Von 19 bis 22 Uhr sollte hier zum Tanz aufgefordert beziehungsweise um freiwillige Partizipation gebeten werden. Doch wettertechnisch wurde die Veranstaltung dann scheinbar abgesagt. Zumindest war schon um 20:30 Uhr keine Spur mehr von den heißblütigen Tänzer*innen am Bermuda3Eck.

Ansonsten hatte Bochum aber viel Glück mit dem Wetter: größtenteils Sonnenschein und erst am Sonntag dann verstärkter Regen, der dann leider doch noch die ein oder andere Veranstaltung leer lassen sollte oder sogar verhinderte. Alles in allem konnte sich die Stadt aber über zweieinhalb schöne Tage mit vielen Besucher*innen und Sonnenschein freuen. Oh und das Essen! Das Essen! Köstlichkeiten aus aller Welt wurden mal wieder beim Musiksommer angeboten. Alle Geschmäcker wurden bedient, egal ob vegan, vegetarisch, fleischlastig oder ohne Schwein. Nahezu jeder Hunger konnte hier gestillt und ganz neue Lieblingsgerichte entdeckt werden. Entweder in der kuscheligen Streetfoodcorner in der Kortumstraße, an den vielen Straßenständen und Essenzelten sowie bei den alteingesessenen und neueren Restaurants, Pizzerien und Imbissen in Bochum. Wem das alles zu viel im Magen war, der konnte beim Winzerfest Weine, Sekte und Spezialitäten von verschiedenen Weinerzeuger*innen empfohlen bekommen.                       

:Christian Feras Kaddoura