42 Jahre Geschichte
Das Ende einer großen Saga – Doch für wen?
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Symbolbild: CC0

Kommentar. Es war einmal vor langer Zeit, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Tä tatata. Ta ta ta ta ta ta. Ta ta ta ta ta ta.

Was im Jahre 1977 mit ungewissen Ausmaß starte, kam 42 Jahre später unter größtmöglichem Interesse zu einem Ende: Star Wars, oder um genauer zu sein, die Saga rund um die Familie Skywalker. Mit ihrem neunten Teil sollte die neue Trilogie unter Disney-Fahne einen runden Bogen schlagen. Die Legende vom Farmjungen Luke der sich nach großen Abenteuern sehnte kennt heute gefühlt jedes Kind, auch wer Lukes Vater, seine Schwester und seine Mutter sind, ist lange kein Geheimnis mehr, sondern eher Allgemeinwissen.

Begonnen hat das Ganze mit dem Regisseur George Lucas, der zu dieser Zeit noch als Geheimtipp galt. Auch wenn viele seiner Darsteller damals aufgrund ihres schauspielerischen Theaterbackgrounds die Dialoge ungelenk fanden, konnten sie nicht leugnen, dass das Skript zu Star Wars (1977) ein absoluter „Page-Turner“ war und damit lagen sie, wie heute bekannt, vollkommen richtig! Es war der Beginn von etwas sehr großem und auch die Entscheidung 20 Jahre später, also im Jahr 1997, eine überarbeitete Fassung der ersten Trilogie in die Kinos zu bringen, um eine neue Generation von Star Wars Fans anzulocken, erhielt die Magie weiter an. Wenn auch die im Jahr 1999 begonnene Prequel Trilogie, die ab „Episode 1 - Die Dunkle Bedrohung“ eine Vorgeschichte zur ursprünglichen Saga liefern sollte, teilweise auf Wut der Fans traf, konnte George Lucas dennoch die Geschichte seines Universums um drei Einträge erweitern. Weil er die Reaktionen der Fans dabei zu persönlich genommen hat, verlor er jedoch das Interesse seine Geschichte weiter zu erzählen. Und eigentlich hatte die Sternensaga auch schon alles, für eine abgeschlossene Saga.

Doch dann kam Disney. Denn Star Wars ist noch immer äußerst beliebt und lukrativ, was sich auch durch die absurde Merchandise-Palette belegen lässt. Das sollte noch nicht auslaufen. Gefühlt kommt mittlerweile kaum ein Produkt im Supermarkt ohne Star Wars Design aus. Also ließ sich George Lucas bequatschen, dass es sinnig wäre seine kreative Schöpfung zu verkaufen ($$$) und andere Kreative Köpfe ihre Star Wars Geschichten erzählen zu lassen. George Lucas versicherte man respektvoll mit seiner Erfindung umzugehen und alle waren gespannt auf Neues.

Selbst die oftmals kritisierten schauspielerischen Leistungen der Prequel-Trilogie hatten teilweise eine technische Natur: So setzte man in der Prequel-Trilogie früh auf den digitalen Schnitt, der möglich machte, verschiedene Takes zu einem zu verschmelzen. Ein Kerngedanke von Lucas war es immer für nachfolgende Regisseur*innen neue Standards zu setzen. Die frühe Trilogie hat unter anderem blue screen Technik revolutioniert und noch heute sorgt der unter Lucas entstandene THX Sound für eindrucksvolle Klangwelten im Kino. Der Pioniergeist ist leider mittlerweile flöten gegangen.

 

                                                                                                                                                                                                                                :Christian Feras Kaddoura