Barrierefreiheit heißt nicht nur Fahrstühle
Das Akafö lädt zum Tag der Mobilität ein
Bild: Kiki
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Mobilität. Ein Gespräch mit Harry Baus ermöglicht einen Einblick in die verschiedenen Problematiken der Inklusion an unserer Uni.

Am 16. Oktober konnte man von 10 bis 16 Uhr verschiedene Rollstuhlmodelle vor den Turnhallen der RUB testen und sich erklären lassen, wie diese funktionieren. Dabei handelte es sich in erster Linie um Fahrrad-Aufsätze, die man an den Rollstuhl montieren konnte, um zum Beispiel schneller an die Uni zu kommen. Harry Baus ging es aber auch darum, Berührung zwischen behinderten und nicht behinderten Studierenden zu schaffen. Des Weiteren wollte er Studierenden in Rollstühlen Beratung anbieten, denn Rollstuhl ist nicht gleich Rollstuhl. Schließlich solle man sich nicht quälen, so Baus. Harry Baus ist Leiter des Beratungszentrums zur Inklusion Behinderter (BZI) an der RUB. In einem kurzen Gespräch erzählte er die vielen Problematiken behinderter Studierender, die es immer noch an unserer Uni gibt. Barrierefreiheit heiße nicht einfach nur die Uni zugänglicher zu machen, so Baus. Vor allem gäbe es noch viel Luft nach oben in Bezug auf Vorlesungen oder Klausursituationen, wo behinderte Studierende ihren Nachteilsausgleich nicht wirklich umgesetzt kriegen. Hierbei scheitere es oft anhand Kommunikationsproblematiken mit den jeweiligen Institutionen, so Baus. Probleme, die laut Grundgesetz nicht existieren sollten und woran sich auch ein*e Professor*in zu halten hat. Man kann nur hoffen, dass die Institutionen weiter daran arbeiten, die Universität zu einem Ort zu machen, der allen Studierenden die Möglichkeit gibt, ihr Studium auch wahrnehmen zu können.

:Gerit Höller