Was ein Fachschaftsrat tut und wo er helfen kann
Dürrenmatts „Die Physiker“ reloaded
Der bunte Haufen des FSR Physik: „Man lernt garantiert nette Menschen kennen (Achtung: Kennenlernen von netten Menschen nicht garantiert.)“ Foto: FSR Physik
Der bunte Haufen des FSR Physik: „Man lernt garantiert nette Menschen kennen (Achtung: Kennenlernen von netten Menschen nicht garantiert.)“ Foto: FSR Physik
Als Studierende einer bestimmten Disziplin, beispielsweise Physik, seid Ihr automatisch Teil der Fachschaft, die sich in der Regel aus allen Studierenden einer Disziplin, Fakultät oder eines Instituts zusammensetzt. Darüber hinaus gibt es noch den Fachschaftsrat, den Bastian Schmülling vom FSR Physik als „Teilbereich dieser Menge, welcher studienkultureller Entropie entgegen wirken möchte“ sieht. „Meist ohne Erfolg. Als Belohnung für diese Leistung verlängert sich das Studium um unbestimmte Zeit.“
Dieser Fachschaftsrat kann als Anlaufstelle für unterschiedlichste Probleme Studierender genutzt werden. Auf einer „gemütlichen, sauberen“ Couch könne man sich zusammenkuscheln. Es gilt aber auch: „Wenn Studierende zu viel Bier eingekauft haben, sind wir gerne bereit, schnell und wirksam Hilfe zu leisten. Aber auch bei jedem Problem im Studium können wir zumindest sagen, wer helfen kann.“ Sie würden sogar die Raumnummern der Professoren kennen und auch die gleiche Sprache wie diese sprechen. Für Schmülling gilt: „Wer reden kann, ist klar im Vorteil, gerne können und sollten Leute, die etwas von uns erfahren möchten, persönlich bei uns vorbeikommen.“  
 

Spaß für Studis

 
Einige Fachschaften engagieren sich dafür, dass Studierende auch abseits des Unterrichts mal auf ihre Kosten kommen, unter anderem durch Partys. Und auch der FSR Physik scheut keine Mühen: „Wir versuchen regelmäßig, Sackhüpfwettbewerbe zu organisieren. Das ist noch nie gelungen, aber Daumen drücken!“, sagt Bastian Schmülling. Allerdings biete der FSR regelmäßig „Kaffee, Partys, Kaffee, Spieleabende, Kaffee, Rapbattles, Kaffee, Saturday morning Physics, Kaffee, Vorkurse, Kaffee, Kennenlernaktionen, Kaffee, Ersti-Fahrt“ und vieles mehr.
 

Massig Vorteile

 
Wer sich in einer Fachschaft engagiert, kann davon profitieren, auch wenn es darum geht, Kontakte zu knüpfen und ein wenig mehr in das universitäre Arbeitsumfeld rein zu schnuppern. So können im Grunde genommen zwar alle Studierenden einer Fakultät Teil von Gremien werden. Diese setzen sich aber häufiger aus Fachschaftsratsmitgliedern zusammen, die so aktiv bei Prüfungsverordnungen und Berufungsverfahren mitwirken können. Macht sich das schlussendlich auch positiv in der Vita? „Positiv macht sich alles, was nicht auch im Führungszeugnis steht“, meint Schmülling. 
Übrigens werden im FSR Physik auch demokratische Grundprinzipien geübt. So werden Entscheidungen unter anderem wie folgt gefällt: „Wir sperren 2 Vollidioten (z. B. Nazis)ein, einem hängen wir ein Schild mit „ja“, dem Anderem eines mit „nein“ um, in einen Käfig und lassen sie bis zum Tod kämpfen.“
Macht das nicht Lust auf mehr? Bewegt Euch aktiv auf Euren Fachschaftsrat zu und nehmt Teil an … was auch immer Euer FSR zu bieten hat.
 
:Tobias Möller