Aktion „Hilfe für Bienen“
Auch fleißige Helfer*innen brauchen Hilfe
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Zur Bestäubung von Pflanzen sehr wichtig: Bienen und Hummeln findet man viele, doch der Bestand geht zurück. Bild: mag
Zur Bestäubung von Pflanzen sehr wichtig: Bienen und Hummeln findet man viele, doch der Bestand geht zurück.

Umwelt. Mit der Aktion „Hilfe für Bienen“ möchte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der RUB auf das Bienen- und Hummelsterben aufmerksam machen und ihnen helfen.

Oft werden Menschen als „fleißige Biene“ bezeichnet. Wie passend dieser Ausdruck ist, wissen wenige. Bienen und Hummeln sind wichtige Helfer*innen für die Umwelt. „Bienen sind unterschätzte Helfer. Wir brauchen sie für die Bestäubung der Pflanzen“, erklärt Yara Mattes, Referentin des Referats für Service und Öffentlichkeitsarbeit, „Sie helfen den Naturwiesen und Wildblumenwiesen, die immer weniger werden. Sie sind somit für das ganze Ökosystem wichtig. Doch Bienensterben ist ein großes Thema. Wir wollen, dass Leute ihr Augenmerk darauf richten.“

Vor allem Wildbienen sind betroffen. 

Aktuell werden 52,2 Prozent von den 561 Wildbienenarten in der Roten Liste der Bienen Deutschlands aufgeführt und immer mehr kommen dazu.
 

Wie kann ich helfen? 

„Man kann auf dem Balkon oder im Garten Pflanzen anbauen, die den Bienen helfen. Zudem riechen sie noch gut und sehen gut aus. Zum Beispiel ist Lavendel ein nützlicher Helfer“, erklärt die AStA-Referentin. Auch könne man kleine Schalen mit Wasser aufstellen. „Gerade in den letzten heißen Tagen hatten die Bienen und Insekten es schwer, etwas zu trinken zu finden. Flache Schalen mit Wasser können helfen. Sie dürfen aber nicht zu tief sein, damit die kleinen Helfer nicht ertrinken.“ Findet man eine erschöpfte Biene, dann kann man ihr mit einer Zuckerwasserlösung neue Kraft geben. „Bei unserer Aktion verteilen wir neben Infoflyern auch kleine Flaschen mit einer Zuckerwasserlösung.“ Diese haben mit 10 Milliliter eine praktische Größe für die Tasche und können ausgespült sowie wiederverwendet werden. Diese Flüssigkeit tropft man dann vorsichtig neben die Biene oder die Hummel, sodass sie sich stärken und weiterfliegen kann. Den Flyer mit weiteren Hilfsmöglichkeiten und die Flasche erhält man bei der „Green Week“ im August.
„Ich hoffe, dass die Leute nicht schreiend wegrennen, wenn sie eine Biene sehen. Es sind auch Lebewesen, die leben wollen und Hilfe brauchen“, so Yara „Man sollte sich immer fragen: Was kann ich tun, damit es unserer Umwelt besser geht?“
 
:Maike Grabow
 
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