Ratgeber: Alternative zu RUB-Spartipps – Subjektive Vorschläge
Arm und trotzdem Spaß haben
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15 Euro pro Kopf pro Nacht: Ich ziehe das rustikale Landhaus definitiv dem Hostel vor. Foto: tom
15 Euro pro Kopf pro Nacht: Ich ziehe das rustikale Landhaus definitiv dem Hostel vor.

Auf dem RUB-Newsportal wurden kürzlich „Elf Spartipps für Studis“ veröffentlicht. Während ich diese las und feststellen musste, dass diese zwar gut, aber nicht unbekannt sind, kamen mir zu einzelnen Punkten noch günstigere Alternativen in den Sinn, die mindestens genauso gut sind.

Über ein paar der von der RUB vorgeschlagenen Tipps zum Sparen lässt sich einfach nicht streiten. Das kostenfreie Software-Paket Office365 ist unschlagbar. Enthalten sind darin die gängigen Anwendungen Word, Excel, Powerpoint und Outlook. Wer wie ich kostenfreie Programme wie OpenOffice satt hat, sollte sich noch bis zum 1. Mai 2017 um das Paket bemühen.

Bei dem Punkt Bücherausleihe kann ich allerdings nicht ganz zustimmen. Es wird auf die günstige Nutzung der Stadtbücherei und ihrer Zweigstellen hingewiesen. Völlig kostenfrei hingegen sind die drei über Bochum verteilten Bücherschränke, sowie die an mehreren Orten an der Uni stehenden Möglichkeiten, in denen sich viele Klassiker befinden, die Beachtung finden sollten. Klar hat man hier nicht die Möglichkeit, nach etwas bestimmtem zu suchen, aber man ist nicht an Fristen gebunden und kann die Bücher erstmal mitnehmen und später lesen. An der RUB besteht zudem die Möglichkeit, DVDs unentgeltlich auszuleihen. In der Mediathek in GB 03/33 können MedienwissenschaftlerInnen und PhilologInnen aus rund 45.000 Titeln wählen.

Kino in Bochum

Klar ist in puncto Kultur auf das Planetarium und das Bergbaumuseum zu verweisen (Seite 3). Und auch die Theater-Flatrate fürs Schauspielhaus ist super. Aber keiner redet über Kino! Keine teuren Publikumsmagneten und Blockbuster-Häuser wie das UCI. Bochum bietet in diesem Bereich eine tolle Vielfalt. Dabei seien vor allem die beiden Filmkunsttheater Casablanca im 

Bermuda3Eck und Metropolis im Hauptbahnhof zu nennen. Wer Lust auf anspruchsvolles Kino und nicht so viel Geld hat, ist damit gut beraten. Da gibts gutes Popcorn für 1,50 Euro. Und es ist voll gemütlich.

Aber auch an der RUB haben wir ein Kino. Und zwar von Studierenden organisiert. Also auch supergünstig. Der Studienkreis Film (SKF) bietet jedes Semester erlesene Blockbuster und Arthaus-Filme an. Eine obligatorische SKF-Karte für ein Semester kostet 1,50 Euro und jede Vorstellung 2,50 Euro. Snacks und Getränke sind auch erschwinglich.

Zum Thema Reisen

In den RUB-Spartipps fürs Reisen wird über vergünstigte Flüge gesprochen. Aber Reisen geht auch noch günstiger. Es gibt zuhauf schöne Ziele in NRW (das dank Studi-Ticket frei befahrbar ist). An dieser Stelle wäre Wandern im Teutoburger Wald oder eine Städtereise, vielleicht in die geschichtsträchtigen Städte Aachen oder Münster, zu empfehlen. Ich habe vor kurzem zum Beispiel eine eher ungewöhnliche Reise unternommen, via Airbnb und Auto eine Woche durch Polen, unter anderem in die Masuren, in den letzten Urwald Europas und nach Warschau. Ich hatte teilweise fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich für kleinste Preise wie ein König speisen, trinken und wohnen durfte. In Osteuropa kommt man alles in allem mit 250 Euro gut hin und darf in Design-Wohnungen und schmucken Land- und Ferienhäusern wohnen.

 

:Tobias Möller