Der Eichenprozessionsspinner in Bochum
Angst vor dem Falter
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Ein Nest des Eichenprozessionsspinners: Bei Sichtung ist Vorsicht geboten. Bild: mag
Ein Nest des Eichenprozessionsspinners: Bei Sichtung ist Vorsicht geboten.

Umwelt. Die Stadt Bochum warnt vor dem Eichenprozessionsspinner. Er ist für die Natur und den Menschen schädlich.

Vergangene Woche machte die Stadt Bochum es offiziell: Es gibt ein erhöhtes Aufkommen des Eichenprozessionsspinners. Viele Bäume sind bereits befallen und werden bald von den Raupen befreit, dennoch sollten die BürgerInnen der Stadt vorsichtig sein.

 

Was ist das?

Der Eichenprozessionsspinner ist eine braune Nachtfalterart. Die Nester befinden sich in Eichen. Er bevorzugt alleinstehende Bäume, Alleen oder Parkanlagen, doch auch Wälder sind betroffen. Die Nester können die Größe eines Fußballs erreichen. Vor allem die trockenen und warmen Tage sorgten in diesem Jahr für das erhöhte Aufkommen. Die Hauptzeit der Verpuppung ist im Juli. Im Raupenstadium sind sie stark behaart und die Haare werden durch den Wind weitergetragen. Diese Spiegelhaare können bei Kontakt mit der Haut zu starken, juckenden und entzündlichen Reaktionen oder gar zum anaphylaktischen Schock führen. Doch wie stark die Reaktion ausfällt, hängt sowohl von der Art des Kontakts als auch vom Immunsystem der betroffenen Person ab. Auch Tiere können Schaden annehmen. Wird der betroffene Baum mehrere Jahre befallen, kann es durch Kahlfraß zu Zuwachsverlusten, Ausfall der Eichenmast, also der Früchte der Eiche, sowie Absterben kommen.

 

Was tun?

Man sollte befallene Eichen vermeiden. Auch das Betreten der Wälder geschieht auf eigene Gefahr, denn man kann sich nie komplett vor den Haaren schützen. Wenn man jedoch einen befallenen Ort betritt, dann helfen lange und geschlossene Kleidung sowie festes Schuhwerk. Hinterher sollte die Kleidung sofort gewechselt, geduscht und die Haare gewaschen werden. Sobald eine allergische Reaktion auftritt, muss der/die Arzt/Ärztin aufgesucht werden. Durch Medikamente wird dann die Reaktion eingedämmt. Außerdem hilft Achtsamkeit. Sichtet man ein befallenes Nest, dann kann es über Amt67@bochum.de dem Umwelt- und Grünflächenamt oder über den Mängelmelder der Stadt Bochum auf bochum.de gemeldet werden.

                          :Maike Grabow

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