Hochschulball an der Ruhr-Universität Bochum
Altbewährtes und neu Gedachtes
Bild: bena/mag
Die Modenschau von 7Slim Fashion: Professionelle Models präsentierten die Mode von geflüchteten Designern aus Syrien. Bild: bena/mag
Die Modenschau von 7Slim Fashion: Professionelle Models präsentierten die Mode von geflüchteten Designern aus Syrien.

Uni-Gala. Zum 20. Mal trafen sich auf dem Bochumer Hochschulball vergangenen Samstag Angehörige der Bochumer Hochschulen sowie weitere Gäst*innen zum Vernetzen, Austauschen, Tanzen oder Essen. Das besondere Event in der Mensa veranstaltete das Akafö.

Viele tragen sich diesen Termin schon ein Jahr vorher in ihren Kalender ein und kaum ist das Event vorbei, werden die Karten für das nächste Jahr geholt. Denn schnell muss man sein: Die Karten für den jährlichen Bochumer Hochschulball gehen schnell weg. Jedes Jahr richtet das Akademische Förderungswerk (Akafö) dieses Event der Bochumer Hochschulen aus. Dabei gibt es immer wieder Veränderungen und Neuerungen, aber auch Altbewährtes.

Tradition und Neuerungen

Seit 2006 dabei ist die Alte Apotheke 1691 aus Bochum. Mit einem zweiköpfigen Kosmetikteam wird den Besucher*innen angeboten, sich professionell schminken zu lassen, sich Schminktipps zu holen und auch für eine Hautdiagnose bleibt noch Zeit. „Viele rechnen schon damit, dass wir kommen“, berichtet die Kosmetikerin Meral Kaygusuz. Auch wenn es jedes Jahr ein großer Aufwand sei, komme das Team der Apotheke gerne auf den Bochumer Hochschulball. Der Stand gehöre einfach zu dem Abend dazu und trotz des organisatorischen Aufwands, sei das Team gerne vor Ort, um den Besucher*innen eine Freude zu bereiten. Was Meral Kaygusuz an Veränderungen aufgefallen sind, ist vor allem, dass es weniger Studierende auf der Veranstaltung gibt als früher.
Das nimmt auch Studentin Hanna wahr. Sie kommt schon seit Jahren auf den Hochschulball und merkt, dass immer weniger Studierende kommen. Als Grund dafür sieht sie die hohen Eintrittspreise, die nicht studifreundlich seien. Dennoch findet sie, dass es sich lohnt. Zum einen wegen des Essens, aber auch wegen des Feuerwerks. „Ich mag die Atmosphäre“, erklärt die Studentin. Sie komme her, um Leute wieder zu treffen und sich mit
ihnen auszutauschen.
Veränderungen gab es zum Beispiel im Essensangebot. In den letzten Jahren hatte die :bsz das mangelnde Angebot an veganem und vegetarischem Essen kritisiert (:bsz 1163 und :bsz 1120). Dieser Wunsch ist angekommen. Auch wenn es noch keine vegane oder vegetarische Hauptspeise gab, so konnten sich die Veganer*innen und Vegetarier*innen bei den veganen und vegetarischen Vorspeisen austoben. Das Essen wurde anschließend beim Tanzen abtrainiert.
Ein besonders schöner Programmpunkt war der Auftritt von zwei Rollstuhl-Latein-Tanzpaaren. Das eine Paar war bereits im letzten Jahr beim Hochschulball, damals noch als Besucher*innen. In einer Pause des damaligen Tanz-Auftrittes zeigten sie spontan eine kleine Tanzeinlage. Daraufhin wurden sie vom Akafö angefragt und in diesem Jahr gebucht.

Modenschau

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es eine große Diskussion wegen einer Modenschau von 7Slim Fashion, für die die Designer und das Akafö studentische Models mit bestimmten Maßen gesucht haben (:bsz 1200). Schlussendlich sind an diesem Abend nur professionelle Models und keine Studentinnen gelaufen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) positionierte sich gegen „Sexistische Frauenbilder auf der Modenschau auf dem Hochschulball“ mit einer Plakatieraktion. Plakate mit dieser Aufschrift wurden auf die Säulen des AStAs auf dem Campus geklebt, die im Vorfeld wegen des Hochschulballs geleert werden sollten.

:Maike Grabow

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