Zwei Jahre für Teach First aktiv sein
Aktiv für mehr Chancengleichheit
Bild: Teach First
Kleingruppenförderung oder vor der ganzen Klasse unterrichten: Die Arbeit als Fellow ist nicht eintönig.  Bild: Teach First
Kleingruppenförderung oder vor der ganzen Klasse unterrichten: Die Arbeit als Fellow ist nicht eintönig.

Teach First. Um gleiche Lernbedingungen kümmern sich seit 2007 Hochschulabsolvent*innen an Schulen. Die sogenannten Fellows von Teach First sind zusätzliche Lehrkräfte, haben aber einen flexibleren Schultag.

Carolin Arnold ist zurzeit ein Fellow in Köln und hat sich für zwei Jahre an dem Fellowship von Teach First verpflichtet. Zuvor studierte sie im Bachelor Germanistik, Literaturwissenschaften und Medienkommunikation in Bonn; ihren Master erwarb sie in Medienwissenschaften in Köln. „Von Teach First habe ich erst nach meinem Studium gehört“, erzählt Carolin. Sie sei daher erst in einer Kölner PR Agentur für fast zwei Jahren beschäftigt gewesen. „Ich habe irgendwie gemerkt, dass ich doch noch was anderes suche, als den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Ich wollte gerne etwas mit Menschen arbeiten – vor allem mit Kindern oder Jugendlichen“, erinnert sie sich. „Teach First war dann genau das Richtige“.

Zuordnung nach Interesse und Fähigkeit

Die Fellows werden in einer dreimonatigen Qualifizierungsphase von Teach First auf den Schulalltag vorbereitet und ihren Stärken nach eingesetzt. Carolin hatte schon vorher ein DaF-Zertifikat (Deutsch als Fremdsprache) am Goethe Institut erworben und wurde an der Schule in eine „Willkommensklasse“ als Lehrkraft eingesetzt. „In der Klasse saßen 22 Schüler mit unterschiedlichen Sprachniveaus – Da konnte ich sehr viel unterstützen“, so Carolin. Dort absolvierte sie die meiste Zeit ihrer Stunden, denn gewünscht ist ein Stundenpensum von 24 Stunden die Woche, was in etwa dem durchschnittlichen Lehrer*innenpensum entspricht.
Dabei betont die Wahlkölnerin, dass die Tätigkeit nicht als Förderlehrer*in zu definieren sei. Sie bereitete und hielt Unterrichtsstunden und ist auch bei außerunterrichtlichen Projekten wie bei einem Theaterworkshop dabei. „Ich habe mehr Kapazitäten als Festangestellte und kann daher auch gucken, was die Schüler grade brauchen oder auch wollen.“
Die zwei Jahre werden mit etwa 1.800 Euro monatlich vergütet – „Trotz eines geringeren Gehalt, bin ich froh, dass ich bei dem Projekt mitmache“, hält die ehemalige Mitarbeiterin einer PR-Agentur fest.  

Die Bewerbungsfrist für den nächsten Teach First Turnus ist am 29.04.2019. Informationen findet Ihr unter
www.teachfirst.de. Mitmachen können alle mit einem Hochschulabschluss – mindestens Bachelor.

 

:Sarah Tsah
 

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