Satirische Antwort auf Hochschulpolitik
100 Euro gegen Finanzlöcher!
Bild: Die LISTE
Geradewegs an die Macht? Dieser Weg kann aber nur im Parteioutfit beschritten werden. Bild: Die LISTE
Geradewegs an die Macht? Dieser Weg kann aber nur im Parteioutfit beschritten werden.

HoPo. Satire liegt in der Luft, wenn es nach „Die LISTE“ geht, die mit eindeutigen Zielen in die Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) geht.

„Auf eine humoristische Art angehen“ wolle man das Problem, dass sich keinE StudierendeR für Hochschulpolitik zu interessieren scheint. Das sind die Grundpfeiler der satirischen Liste „Die LISTE“. Die konzeptionell an „Die PARTEI“ angelehnte Hochschulliste mache sich unter anderem zur Aufgabe, die „90 Prozent Nichtwähler zu erreichen, denn dann würden diejenigen, denen es egal ist, wer für sie im StuPa sitzt, vertreten von Leuten, denen es egal ist, im StuPa zu sitzen“, erklärt die erste Vorsitzende Katrin Lögering. Denn das Motto – und auch Wahlziel sei – „100 Prozent plus X bzw. das beste Ergebnis seit Kriegsende“. Insgesamt geht „Die LISTE“ mit sieben KandidatInnen in den Wahlkampf. „Die LISTE“ ist ein Akronym, das für „Liste für interdisziplinäre, sektierische, trollhafte Elitenmacher“ stehe, erklärt der zweite Vorsitzende Christopher Wulf. 

Was sie wollen

Gegründet hat sich „Die LISTE“ im September 2017. „Das ist wohl auf meinem Mist gewachsen“, stellt Lögering klar. Schon länger habe sie vorgehabt, solch eine Liste an die RUB zu bringen. In Zusammenarbeit mit LokalvertreterInnen der Partei „Die PARTEI“ haben sie dann „Die LISTE“ aufgebaut. Sowohl Lögering als auch Wulf sind in den Lokalverbänden von „Die PARTEI“ aktiv.

Inhaltlich fordere die Hochschulliste einen neuen AStA, da der aktuelle intransparent sei. Sie selbst würden bei entsprechenden Ergebnisse mit allen Listen koalieren, außer mit den Jungen Liberalen: „Mit Spaßlisten koalieren wir nicht!“ Weiterhin distanziert sich „Die LISTE“ von Anwesenheitspflichten und Rechtsextremismus. Zum Thema Studiengebühren haben die SatirikerInnen ihre eigene Lösung: „JedeR StudentIn zahlt pro Semester eine Kiste Bier, die vor der Universitätsbibliothek gemeinschaftlich weggetrunken wird.“ In Sachen Finanzen plädieren sie für die Anhebung des Sozialbeitrages um 100 Euro, damit „in Zukunft keine Haushaltslöcher mehr entstehen.“ Insgesamt müsse man sich allerdings noch programmatisch festlegen. „Die LISTE will aber genau das, was alle wollen.”            

:Andrea Lorenz