Rechtspolitische Diskussionen und wissenschaftliche Kontroversen in Essen: Der Deutsche Juristentag verfolgt das Ziel, die Rechtsordnung gerechter zu machen und der Politik Vorschläge dafür zu liefern. Foto: ksz, Bearbeitung: kac
71. Deutscher Juristentag in Essen beendet

Über 2.000 JuristInnen auf einem Haufen – für viele ein Graus. Zum Elfenbeinturm wurden Essener Kongresszentrum und Grugahalle trotzdem nicht. Der Deutsche Juristentag dient dem Austausch von Politik und Recht. In sechs Abteilungen ging es um Themen wie Digitalisierung der Arbeitswelt oder Öffentlichkeit von Strafverfahren.

Sichern: Von althochdeutsch sihhurōn, war sichern ursprünglich ein in der Rechtssprache gebräuchliches Wort, welches wie das heutige Verb „rechtfertigen“ verwendet wurde.

Bochumer Autor Tim Szlafmyca bringt seinen ersten Roman heraus
Schreibt und liest in Bochum: Autor Tim Szlafmyca veröffentlicht seinen ersten Roman. Foto: mar

Wenn die Frau, in die man verliebt ist, zum falschen Zeitpunkt ähnlich fühlt, wenn man Menschen im verkehrten Augenblick kennenlernt und wenn man sich nie sicher sein kann, ob um die Ecke Drachen gegen Ninjas kämpfen, dann befindet sich das eigene Universum im Konflikt mit dem öffentlichen Universum. Das nennt sich „Die Relativität der Gleichzeitigkeit“. So heißt auch der erste Roman vom Bochumer Autor Tim Szlafmyca.

Tausende Menschen beteiligten sich an den Demos gegen TTIP und CETA
Von der Deutzer Werft ging es in die Innenstadt: In Köln demonstrierten über 50.000 Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen.	Foto: bent

Zur Demo gegen TTIP und CETA in Köln haben sich laut Angaben der VeranstalterInnen am 17. September 55.000 Menschen eingefunden.

Bündnis gegen CETA: Offener Brief an Parteispitze
Wieviel Freihandel verträgt der Bürger? Die Gesellschaft wehrt sich gegen CETA und TTIP. Foto: tims

In einem offenen Brief an die SPD-Delegierten fordert ein Bündnis aus sechs Organisationen den sofortigen Stopp von CETA. Die SPD wollte auf ihrem Parteitag in Wolfsburg eine Position zum Abkommen ausdiskutieren, Parteichef Sigmar Gabriel appellierte dabei an die Partei und die Gesellschaft: „Würde CETA scheitern, dann wäre der Versuch, die Globalisierung so zu gestalten, auf Jahrzehnte gescheitert.“

Geplantes Freihandelsabkommen kurz erklärt
Bochumer Grüße nach Bratislava: Bürger-Innen haben keinen Bock auf TTIP und CETA. Foto: bent

Sollte die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zustande kommen, werden rund 50 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts gebündelt sein. Seit wann aber wird darüber zwischen der EU und den USA verhandelt und welcher Punkt in den Gesprächen birgt das größte Konfliktpotenzial?

In Deutschland findet das Alevitentum zu neuer Vitalität

Deutschlands Bildungssystem ist für das heutige Alevitentum und dessen Identitätsfindung von besonderer Bedeutung: Hierzulande gab es den weltweit ersten alevitischen Religionsunterricht und den ersten Lehrstuhl für alevitische Theologie. Zudem engagiert sich der Bund der Alevitischen Studierenden (BDAS) inzwischen an über 30 Hochschulen – so auch an der RUB.

PsychologInnen der RUB: Ohne Therapie keine Besserung
Tabletten statt Therapie: Auf psychologische Betreuung müssen Betroffene teilweise Monate warten – Pillen „helfen“ sofort. Foto: ken

Medikamente sind keine dauerhafte und nachhaltige Lösung bei psychischen Erkrankungen. Zwei PsychologInnen der RUB fanden dies heraus, nachdem sie mehrere Studien untersucht hatten.

Kritik an Sicherheitsunternehmen: Keine Verträge, untertarifliche und gar keine Auszahlungen
Warten auf die Monatslöhne: Ein Sicherheitsunternehmen beschäftigte in Bochum Wachleute ohne Arbeitspapiere und zahlt die Gehälter nicht aus. Foto: Jens Schott Knudes (flickr)

100 bis 120 MitarbeiterInnen warten noch immer auf ihre Gehälter: Die Gewerkschaft ver.di und die Fraktion der Linken werfen der Stadt mangelnde Kontrolle der Rheinischen Sicherheitsdienste (RSD) vor. 

Bochum verkauft umstrittene RWE-Aktien
Raus aus RWE: Greenpeace und Fossil Free demonstrierten für den Verkauf der Aktien – mit Erfolg. Foto: kac

Das Ruhrgebiet, einst bekannt als Kohlerevier, verabschiedet sich von seinen RWE-Aktien. Zumindest macht Bochum den Anfang. Den Beschluss hat der Rat vergangenen Donnerstag in einer nicht-öffentlichen Sitzung mit großer Mehrheit gefasst. Die erste Tranche soll am 4. Oktober abgestoßen werden.

Linke. Bochumer Rat mit Fehlentscheidung
Rauchende Köpfe in Herne: Auch hier sind MitarbeiterInnen von den drohenden Streichungen betroffen. Foto: Rainer Halama, Creative Commons

Der Energiekonzern STEAG hat angekündigt, bis zu 1.000 von 6.200 Stellen abbauen zu wollen. Die Opposition wirft dem Bochumer Rat vor, politisch falsch entschieden zu haben, als er 2014 dafür stimmte, den Konzern durch die Ruhrgebietskommunen aufzukaufen.