Pendeln ohne Ende: Fast alle Wege führen nach Bochum. - Grafik: tims / ck
Die RUB ist seit jeher eine Pendler-Uni. Doch warum ist das eigentlich so?

Das neue Semester beginnt. Für viele RUB-Studierende, die nicht in der Stadt wohnen, heißt das wieder: Aufzustehen, sich aus der Heimat Richtung Bochum zu begeben und zu pendeln: mit dem eigenen Auto, der Deutschen Bahn, dem Zug, der U 35 oder auch mit dem Fahrrad. Viele Kilometer werden dabei zurückgelegt. Doch warum bleibt die Ruhr-Universität für viele eine Pendler-Uni und warum entscheidet man sich gegen den Umzug nach Bochum und nimmt stattdessen Staus mit dem Auto oder Verspätungen der Deutschen Bahn in Kauf? Ist Bochum als Stadt trotz der vielen Freizeitmöglichkeiten nicht attraktiv genug oder gibt es schlichtweg keinen adäquaten und bezahlbaren Wohnraum?

Solidarisieren – mitspazieren: Für den Frieden demonstrieren!
Bombastischer Osterhase: Wird der Ostermarsch bald bunter? - Karikatur: kac / ck

In den letzten Jahren fielen sie recht mau aus, die Teilnehmendenzahlen beim friedensbewegten Ostermarsch, nachdem sie zuletzt nach Beginn des letzten Irak-Kriegs 2003 ein Hoch erfahren hatten. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der friedensbewegte Osterspaziergang nur dann Konjunktur hat, wenn gerade ein großer Krieg angezettelt wird. Doch genau dies könnte das Ergebnis der wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sein; nicht zu vergessen der permanente Flüchtlingsabwehr-Konflikt im Mittelmeer, der bereits Zehntausenden das Leben kostete. Daher nichts wie hin zum diesjährigen Ostermarsch Rhein / Ruhr!

Über 100 StrafrechtsprofessorInnen unterzeichnen Resolution an den Deutschen Bundestag
Vielleicht bald in Ihrer Apotheken-Rundschau: Bei Cannabis fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. - Foto: wikimedia commons, United States Fish and Wildlife Service

Unverhältnismäßige, ungleiche Strafverfolgung, beigemischte chemische Substanzen und stark erhöhte THC-Werte, ökonomischer Schaden sowie Beschaffungskriminalität sind Probleme beim unkontrollierten, illegalen Verkauf von Cannabis. Kaum zu leugnen ist hingegen ein medizinischer Nutzen durch den Konsum der Droge. Aus diesen Gründen wird immer wieder der Ruf nach Legalisierung von Marihuana laut. Jüngst fordern sogar liberale StrafrechtsprofessorInnen: Die Politik solle das geltende Drogenstrafrecht auf seine Wirksamkeit überprüfen, den Konsum von Cannabis entkriminalisieren. Eine entsprechende Resolution hat auch der Professor für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Thomas Feltes, unterzeichnet.

Klassiker „Kirche gegen Aufklärung“ wird im polnischen Parlament fortgeführt
„Anti-Gender“ im polnischen Internet: „Gender – hier verlieren sogar Spiele und Trickfilme der Kindheit ihre Normalität.“ - Quelle: stopgender.pl

Polnische ParlamentarierInnen haben der „Gender-Ideologie“ den Kampf angesagt. In der Gruppe „Stop ideologii Gender!“ haben sich 17 meist konservative PolitikerInnen zusammengeschlossen, um diese „Ideologie aus dem öffentlichen Leben zu eliminieren“. Damit tragen sie die Bestrebungen der katholischen Kirche in Polen in die Politik. Aber anscheinend haben weder die Bischöfe noch die VolksvertreterInnen eine Ahnung davon, was mit Gender überhaupt gemeint ist.

Beispielhafte Gesellschaftskritik: Joon-ho Bongs Snowpiercer
Cineastischer Denkanstoß: Snowpiercer läuft seit dem 3. April in den deutschen Kinos. - Quelle: Thimfilm

Nach einem missglückten Experiment, das eigentlich die globale Erderwärmung aufhalten sollte, wird die Welt in eine neue Eiszeit gestürzt: 2031 haben Eis und Kälte das Leben auf dem gesamten Planeten nahezu ausgelöscht. Lediglich ein riesiger Zug, angetrieben von einer unerschöpflichen Maschine, pflügt auf einem weltumspannenden Schienennetz durch die totbringende Eiswüste. In sich trägt er die letzten Überlebenden, einer längst vergangenen Welt.

Spannende Beiträge beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln
Ausschnitt aus dem Film Present Tense, der unter der Rubrik Fokus-Türkei lief. - Quelle: IFFF-DortmundKöln

Filme können über den Platz einer Frau in einer Gesellschaft reflektieren. Das wirkt umso interessanter, wenn auf der Leinwand eine Welt zu sehen ist, die sich im Umbruch befindet: Wenn der Film den Wandel des Zeitgeistes einfängt und zeigt, wie alte Formen bereits die neuen in sich tragen, - oder überraschen, wie obsolet das Alte im Lichte des Neuen erscheint. Wenn alte Herrschaftsweisen ins Wanken geraten und sich alternative Lebensformen anbieten, der Umbruch für einige ProtagonstiInnen Aufbruch bedeutet, kann der Film spannende Perspektiven einnehmen. Zu sehen war dies beim diesjährigen internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln. Auch wenn die Preisverleihungen sowie ein Großteil des Programms in Köln stattfand, so wurde im Dortmunder Kino im U eine Auswahl von Festivalbeiträgen gezeigt.

„Es gibt keine Probleme, nur Lösungen“ – Philosophie des Trainers
Enge Zusammenarbeit im Ring: Ein starkes Team in Bochum. - Foto: kac

Gewaltverbrechen geschehen täglich. Es stellt sich nur die Frage, wann genau ein Verbrechen anfängt. Sind es schon Jugendsünden auf dem Schulhof, wenn man jemanden schubst, oder wenn wirklich eine blutige Verletzung oder Wunden zu sehen sind? Doch was ist mit seelischen Wunden, die nicht zu sehen sind?

(Patrick Henkelmann) Es ging vor Kurzem wieder los – das präsente Lernen an der Ruhr-Universität, unserer unansehnlich in Beton gehüllten, vielfältigen und großen Alma Mater. Die vorlesungsfreie Zeit am hinteren Ende des WiSe ward durch die ersten Veranstaltungen des SoSe abgelöst. Einem größeren Teil der Studierenden war die entspannte Zeit nach den letzten Hausarbeiten auch diesmal wieder zu kurz (und teils zu kalt) erschienen. Jedenfalls weicht die Kälte jetzt endgültig der Wärme und die räumliche Leere auf dem Campus weicht erneut dem Betrieb der Lehre. Erstis freuen sich auf das Abenteuer ihres Studiums und den Einstieg ins Studi-Leben. Beruflich eingespannte Langzeitstudierende blicken dagegen zielgerichtet den von ihnen noch benötigten Scheinen entgegen, für den Abschluss des Studi-Lebens. Eine höchst heterogene Masse wuselt durch das betonierte Areal, in dem positive Weichen für die Zukunft gestellt werden sollen.

Prallvolles Audimax: AbiturientInnen stürmen den Campus
Belagerungszustand: AbiturientInnen-Massen vorm größten Hörsaal. Foto: kac

Am vergangenen Donnerstag, den 3. April, öffneten die Fakultäten der RUB ihre Türen und warben potenzielle Studierende an. Sowohl Fachschaftsräte der Geistes- und Naturwissenschaften als auch der AStA erläuterten die Vorteile eines Studiums an der RUB.

:bsz-Kommentar zur Streik-Debatte: Ungenießbar – zuviel Moral verdirbt das Thema!
Neulich auf der Pressekonferenz: Wen interessiert schon der Streik? Karikatur: ck

Aktuell wird in der großen Koalition das Thema diskutiert, wie man die Tarifeinheit neu regeln kann. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich viel vorgenommen, denn eine Neuregelung der Tarifeinheit ist ein kompliziertes Unterfangen – schließlich ist die Koalitionsfreiheit durch das Grundgesetz geschützt. Anlass dieser Debatte, die auch die Medienlandschaft spaltet, ist der Pilotenstreik aus der vergangenen Woche.

Engagierte HistorikerInnen gesucht: „Oral History“ in Querenburg
Back to the Past: In der Geschichtswerkstadt kann man Geschichte erleben. Quelle: flickr.com, orarewedancer / Bearbeitung: ck

(Fabian May) Uni heißt im Idealfall nicht nur studieren. Man kann sich auch unter Leute mischen und Projekte starten. Immerhin wird in Bochum auf allen schicken Festivals (Detroit-Projekt, N.A.T.U.R. etc.) von sozialer Skulptur gesprochen. Uni und Stadtteil sind eins. Aber: Wenn man etwas machen will, braucht man einen Überblick. Unter anderem daher geht der Verein „University meets Querenburg“ (UmQ) bald mit seinem Quernetz online.