Das Q-West: Die neue Futterhalle für die upper-class. Foto: mar
Neue Mensa auf dem RUB-Campus eröffnet

Mit Chic, eigenem Wahrzeichen und neuem Konzept: Am Dienstag, dem 15. April, hat der neuste Gastronomiestandort des Akademischen Förderungswerks (Akafö) auf dem RUB-Campus offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Das Q-West im ehemaligen Querforum West (daher der Name), das zuletzt das Tutorienzentrum (TUZ) beherbergt hatte, ergänzt das Nahrungsangebot auf dem Campus. Montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 22 Uhr kann man hier essen und trinken, ähnlich wie in der Hauptmensa gibt es von 11:30 bis 14:30 Uhr das Mittagsmenü. Einfach und günstig ist es im Q-West aber nicht: Hier gibt es raffinierte Mahlzeiten, dafür darf es dann auch ein, zwei Euro teurer sein.

:bsz-Kommentar zum Q-West
:bsz-Kommentar zum Q-West

Das Frankfurter Westend gilt als schicker Stadtteil. Bankentürme und Gründerzeitbauten, alles irgendwie wichtig, edel, teuer und exklusiv. „Das wollen wir auch in Bochum“, wird sich das Akafö bei der Konzeption des Q-West gedacht haben. Das „West“ im Namen scheint zu Adel zu verpflichten. Alles glänzt so schön neu im ehemaligen TuZ. Um mich herum wuseln Studierende, neugierig wie ich. Sie haben Salate in ausgefallen geschwungenen Schüsseln auf dem Tablett. An der Wok-Theke (oder vielmehr dem „Woq Foodcounter“ – doch das ist eine andere Geschichte) werden meine Nudeln mit Shrimps frisch zubereitet. Shrimps – ein edles Gericht an einem edlen Ort. Wer sich bloß Spaghetti Bolognese leisten kann, soll doch zum restlichen Pöbel in die Hauptmensa.

Politische RUB: AStA holt illustre Talk-Runde auf den Campus
"Europa ist ein Friedensprojekt, das dürfen wir nicht vergessen"

Die Europawahl am 25. Mai rückt näher; am Dienstag, dem 29. April, werden von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal HGB 10 daher sechs prominente Europa-PolitikerInnen an der Ruhr-Uni Rede und Antwort auf Eure brennenden Fragen stehen: Mit Prof. Dr. Jürgen Mittag (SPD), Dennis Radtke (CDU), Lukas Krakow (FDP), Kai Gehring (Grüne) und Fabio de Masi (Linke) sind alle fünf derzeit im Europaparlament vertretenen Parteien, die in NRW auf dem Stimmzettel stehen, bei der vom AStA-Referat für Politische Bildung organisierten Diskussionsrunde vertreten. Hinzu kommt einer der beiden SpitzenkandidatInnen der Piraten, Fotios Amanatides, der am 29. April einzulösen verspricht, was sich die Partei bereits für die laufende Wahlperiode im Landtag vorgenommen hatte: dem Polit-Eintopf frei nach NRW-Fraktionssprecher Dr. Joachim Paul einen „Schuss Chili“ beizumengen.

Vorstellung des Beratungsangebots des RUB-AStAs
Für Fragen offen: Studierende können in schwierigen Situationen Hilfe vom AStA bekommen. Foto: flickr.com, Universitaet Nuernberg (CC-BY 2.0)

Nicht immer läuft im Leben alles rund und so kann jedeR auch an den Punkt kommen, an dem er/sie Beratung braucht. Familie und Freunde können helfen, aber wenn man eine neutrale Sicht haben möchte, trägt professionelle Distanz und Erfahrung dazu bei, Probleme schneller zu bewältigen als wenn man sich diesen alleine stellt. Der AStA stellt Euch hierfür kostenlos ein Beratungsangebot zur Verfügung.

„Mahnwachen für Frieden“ wird rechte Unterwanderung vorgeworfen
Unpolitisches Eintreten für den Frieden? AkteurInnen der Friedenswebegung 2014 werden bezichtigt, rechte Unterwanderung zu betreiben. Foto: flickr.com, watchyaworld (CC BY-NC-ND 2.0)

In vielen Städten Deutschlands finden sie jeden Montag statt: Die „Mahnwachen für den Frieden“. Viele Menschen folgen den Aufrufen via Twitter. Die InitiatorInnen um Lars Mährholz, Ken Jebsen und Jürgen Elsässer geben in ihren Reden und Beiträgen zu verstehen, für den Frieden einzustehen. Kritisiert wird die einseitige Berichterstattung der westlichen Medien, besonders im Falle der Ukraine-Krise. Als Hauptursache für Krieg und verzerrte Medienberichterstattung wird vor allem von Lars Mährholz gebetsmühlenartig die amerikanische Federal Reserve Bank angegeben. Schnell erwuchs Kritik: So warf etwa Ex-Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth der „Bewegung“ rechte Unterwanderung und Antisemitismus vor.

Werksquerschnitt des Avantgarde-Künstlers Kasimir Malewitsch noch bis Juni in Bonn
Zwei Selbstportraits von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch (1879–1935): links an der Schwelle zum Kubofuturismus, rechts mitten im Suprematismus.

Kreise und Rechtecke, Kreuze und Dreiecke in verschiedenen Farben sind auf einer Leinwand arrangiert: gleich mehrere solcher sogenannten „suprematistischen Kompositionen“ von Kasimir Malewitsch bilden das Herzstück einer Ausstellung, welche die Bonner Bundeskunsthalle dem Avantgarde-Künstler gewidmet hat. Noch bis 22. Juni dauert die Ausstellung, ein Ausflug in die alte Bundeshauptstadt – mit freier Fahrt dank NRW-Ticket – lohnt sich.

Literaturautomat im Mensafoyer
Lesefutter: Annika Restin, Christoph Finke und der Literaturautomat vom Kultur­zentrum „zakk“ in der Mensa. Foto: Akafö

Mitten in den Semesterferien wurde im Foyer der RUB-Mensa ein alter Zigarettenautomat aufgestellt. Doch statt Glimmstängeln kann man sich aus der umgebauten Maschine verschiedene Sorten Literatur ziehen. Einmal Prosa light oder lieber Lyrik Strike? Für zwei Euro kann man sich überraschen lassen.

Walter-Benjamin-Hörspiel beim SWR 2
Portait an seinem Sterbeort Portbou (Spanien): Walter Benjamin (1892–1940). Foto: Wikimedia Commons, Jordi coll Costa (PD)

Der Erste Weltkrieg erschütterte nicht nur den Fortschrittsoptimismus vieler MarxistInnen. Für Walter Benjamins posthum publizierte Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ ist der erste Weltkrieg der anfängliche Erfahrungsraum eines negativen Geschichtsbegriffs, der sich bis in die faschistische Barbarei erstreckt. Als Marxist lanciert Benjamin den Begriff einer negativen Theologie, die, ausgehend von Prämissen jüdischer Tradition, den Geschichtsverlauf als einen Katastrophenprozess beschreibt. Katastrophal ist dieser Verlauf vor allem für die Unterdrückten, weswegen Benjamin einen revolutionären Messianismus artikulierte, auch als Erfahrungsraum für das Eingedenken.

20. Jahrestag des Völkermords in Ruanda
Mahnmal des Todes: Die Knochen der Opfer des Völkermords sind in verschiedenen Gedenkstätten Ruandas aufgebahrt. Foto: flickr. com, DFID (CC BY-NC-ND v2.0)

Als zwischen April und Juni 1994 innerhalb von 100 Tagen über 800.000 der sozialen Gruppe der Tutsi (Viehzüchter) und gemäßigte Hutu (Ackerbauer) von radikalen Hutu getötet, mit Macheten abgeschlachtet und hingerichtet wurden, wollte es am anderen Ende der Welt niemand wahrhaben. Weder die Europäische Union und die USA, noch die Vereinten Nationen (UN) als die ‚Friedensinstitution‘ der Welt sahen sich in der Pflicht, einzugreifen und den Massenmord zu stoppen. Stattdessen verschärfte sie den Konflikt durch eine fragwürdige Militäraktion.

Die ARD hat ihren Nachrichtensendungen ein neues Studio spendiert. Auf einer fast 18 Meter langen gekrümmten Leinwand, auf die Bilder, Videos und 3D-Grafiken projiziert werden können, und zwischen zwei geschwungenen Tischen präsentieren die NachrichtensprecherInnen der ARD seit Samstagabend sämtliche Tagesschau-Ausgaben, die Tagesthemen und den Wochenspiegel. Überhaupt wurde das Design modernisiert, die Eingangsmelodie etwa neu arrangiert. Die ARD hat sich alle Mühe gegeben, in den zwei Wochen zuvor Spannung auf den Wechsel zu erzeugen, in Erklärstücken darzulegen, was das neue Studio alles leisten kann und wieviel es gekostet hat: 23,8 Millionen Euro. In den Kommentarspalten meldete sich sofort Protest, der in seiner Reflexhaftigkeit fast schon erwartbar war, aber schwer nachvollziehbar ist.

Die RUB ist seit jeher eine Pendler-Uni. Doch warum ist das eigentlich so?
Pendeln ohne Ende: Fast alle Wege führen nach Bochum. - Grafik: tims / ck

Das neue Semester beginnt. Für viele RUB-Studierende, die nicht in der Stadt wohnen, heißt das wieder: Aufzustehen, sich aus der Heimat Richtung Bochum zu begeben und zu pendeln: mit dem eigenen Auto, der Deutschen Bahn, dem Zug, der U 35 oder auch mit dem Fahrrad. Viele Kilometer werden dabei zurückgelegt. Doch warum bleibt die Ruhr-Universität für viele eine Pendler-Uni und warum entscheidet man sich gegen den Umzug nach Bochum und nimmt stattdessen Staus mit dem Auto oder Verspätungen der Deutschen Bahn in Kauf? Ist Bochum als Stadt trotz der vielen Freizeitmöglichkeiten nicht attraktiv genug oder gibt es schlichtweg keinen adäquaten und bezahlbaren Wohnraum?