Volle Hütte: Über 1.500 ZuschauerInnen wollten sich die Show des türkischstämmigen Comedians Özcan Cosar nicht entgehen lassen. Neben Ethno-Comedy gab es Breakdance-Ballett-Crossover-Einlagen. Foto: alx
Comedy mit Özcan Cosar und Poetry Slam: Ausverkaufte Events

Viel bewegte sich vergangene Woche. Zwei Kulturveranstaltungen zogen über 1.500 Kleinkunstbegeisterte an die RUB – und das abends nach Vorlesungsende.

DIE :bsz-GLOSSE

Affe: Von süßen Kleinaffen wie Pippi Langstrumpfs Haustier Herr Nilsson bis zu Metropolen verwüstenden Megamonstern wie King Kong, unsere nächsten Verwandten im Tierreich gibt es in jeder passenden Größe.

Zweitägiger Hungerstreik in Bochumer Flüchtlingsunterkunft

17 Geflüchtete traten letzte Woche in Bochum in einen Hungerstreik, um auf ihre inakzeptable Unterbringungssituation aufmerksam zu machen und beschleunigte Asylverfahren zu fordern.

Urteil des Oberverwaltungsgerichts zu den Verlusten nach Mensa-Party
Hamma, einzigartig, unglaublich teuer: 2007 buchte der AStA angesagte Bands wie Culcha Candela für die Mensa-Party, die am Ende zu einem finanziellen Debakel wurde. Foto: Universal

Bands wie Culcha Candela oder Juli sollten 2007 Festival-Flair an die RUB bringen. Doch die Mensa-Party wurde zum finanziellen Flop. Für die Kosten müssen nun die einstigen AStA-Vorstände, aber auch die Studierendenschaft aufkommen, wie nun das Oberverwaltungsgericht Münster entschied.

RUB-Fitnessstudio Unifit kommt zwei Wochen nach Eröffnung gut an
Butterfly statt Schmetterling: Im ehemaligen Stadtbad ist nun die RUB-Muckibude drin. Foto: mar

Zwei Wochen hat das Unifit, das neue, RUB-eigene Fitnessstudio in der Bochumer Innenstadt, nun geöffnet. Die bisherige Resonanz: 1.200 Anmeldungen für den Startkurs, an dem bislang 280 Sporttreibende teilgenommen haben; 140 davon buchten Unifit-Karten. Ines Lenze, Leiterin des RUB-Hochschulsports, spricht von einer „guten Quote. Wir sind sehr zufrieden.“ Da die letzten Umbauarbeiten im ehemaligen Stadtbad noch nicht abgeschlossen sind, ist die Teilnahme am Startkurs in diesem Semester noch umsonst; mit der feierlichen Eröffnung rechnet Lenze Ende März/Anfang April.

Leben vs. Studieren: Lifestyleratgeber rund um das Ende der Vorlesungszeit
Ärger, Wut, Schmerz, Angst, Verzweiflung, Unsicherheit und Frustration: Von genau diesen Emotionen hat ein ordentliches Studium geprägt zu sein. Das richtige Stress­level ist gerade in der Prüfungsphase entscheidend. Foto: alx

Was machst Du schon wieder in der Mensa? Wolltest Du nicht lernen? Stattdessen liest Du dieses Schundblatt. Die Klausurphase rückt näher, die Hausarbeiten müssen bald abgegeben werden und die nächste mündliche Prüfung ist auch nicht mehr fern. Das macht Dir so sehr zu schaffen, dass Du zur Ablenkung sogar die :bsz in die Hand nimmst. Wenn Du dieses Semester also mal so richtig verkacken willst, dann bist Du hier genau richtig. Wir zeigen Dir sechs Tipps, wie Du Dich möglichst ineffektiv und nervig vorbereitest, damit Dir auch in diesem Halbjahr die volle Ladung Frustration nicht entgeht.

Ringvorlesung zur Flüchtlingssituation: Zwei Kriminologen treten Vorurteilen entgegen
Ein Kriminalbeamter räumt mit Vorurteilen auf: BDK-Vorsitzender André Schulz erklärt, dass Geflüchtete nicht mehr Straftaten begehen als an­dere Menschen. Foto: bk

Begehen Geflüchtete, die aus Krisenländern wie Syrien nach Deutschland kommen, wirklich mehr Straftaten  als andere Menschen? Das Bild des gewalttätigen Asylbewerbers, das nicht zuletzt seit der Silvesternacht durch die Medien geistert, ist nur ein Klischee, sagt Professor Thomas Feltes, der den Lehrstuhl für Kriminologie an der RUB innehat. In der Fortsetzung der Ringvorlesung zur Flüchtlingssituation im Blue Square räumt der Wissenschaftler mit weiteren Vorurteilen gegen Asylsuchende auf. 

Haushaltssicherungskonzept: Privatisierung und Abbau städtischer Stellen
Ausverkauf à la Detroit: Bereits im letzten Jahr wurde mit Protestaktionen auf die Sparpolitik der Stadt aufmerksam gemacht. Foto: bent

Mit dem sogenannten „Haushaltssicherungskonzept“ wurden im Stadtrat am 28. Januar weitere Sparmaßnahmen beschlossen. Neben der Privatisierung von Versorgung und Infrastruktur werden vor allem städtische Arbeitsplätze gestrichen. Währenddessen wächst die Kritik der Opposition.

:bsz-Drogenreihe: Psychoaktive Wundermittel oder gefährliche Nervengifte? Die Neurobiologie hinter Drogentrips
Gespritzt oder geschnupft: Ketamin ist in der Partyszene seit den 70er Jahren verbreitet. Collage: mb

Feiern auf Narkosemittel? Was zunächst nach einem Widerspruch klingt, soll mit Ketamin ganz gut klappen. Denn statt komplett einzuschläfern, schaltet „Special K“ die Schmerzempfindung aus, fährt den Kreislauf hoch und beschert LSD-ähnliche Halluzinationen.

Von Klassik bis Rock: Zahlreiche chinesische KünstlerInnen begrüßen in der Mensa das neue Jahr
Tradition trifft Moderne: Die vier Musikerinnen des Ensembles Jingxiaqiu hauchen alten Instrumenten neues Leben ein. Foto: bk

Obwohl die :bsz in der Zeit um den ersten Januar herum im Winterurlaub war, können wir Euch trotzdem ein frohes neues Jahr wünschen, wenn wir nach dem chinesischen Mondkalender gehen. Diesem zufolge beginnt nämlich am 8. Februar das Jahr des Feueraffen. In Zusammenarbeit mit dem Verein chinesischer Studierender verlegte das Akafö den Jahreswechsel um eine Woche vor und lud am vergangenen Samstag in die Mensa ein. 

Kleinkunststätten an der RUB bis auf den letzten Platz gefüllt
Mit Bier und Gesellschaftskritik zum Sieg: Rainer Holl entschied den Campus Slam im KulturCafé für sich. Foto: alx

Die Vorverkaufskarten der Solo-Show „Du hast dich voll verändert“ von Özcan Cosar waren innerhalb eines Tages vergriffen, die Schlange an der Abendkasse war lang. So war das Audimax mit circa 1.500 ZuschauerInnen am vergangenen Mittwoch proppenvoll – und die Show kam auch gut an, sodass sich das Warten gelohnt haben dürfte. Am darauffolgenden Tag fand der zweite Campus Slam des Semesters statt, der das Publikum im ebenfalls ausverkauften KulturCafé genauso überzeugte wie sein großer Bruder im Audimax.