Alles ist vernetzt und verwoben: Graue Realität und bunte Spielewelten, reale und virtuelle Kriege, Computer und Gerüste. Grafik: mar
Kriege beschäftigen uns nicht nur auf realer, sondern auch auf virtueller Ebene

Die Realität und virtuelle Welten liegen nah beieinander: Während einerseits reale Probleme wie der IS-Terror die Welt erschüttern, entwerfen zahlreiche Videospiele auf der Gamescom virtuelle Kriegsszenarien.

Matrix: Das ist doch alles gar nicht echt. Es geht nicht um Votingergebnisse in den Öffentlich-Rechtlichen, sondern um alles um uns herum: Die Möbel, Straßen und Gebäude, die Flur und der Wald, der Himmel und das Meer. Ja nicht einmal unser eigener Körper ist echt. Das wissen wir nicht erst, seit uns die Wachowski-Geschwister 1999 die rote Pille vorgesetzt haben.

Neue Bochumer Bürgerfunk-Redaktion geht an den Start

Auf Einladung der Vereine University meets Querenburg (UmQ) und Unabhängiges Radio Bochum (URBO) fand sich am 13. August ein gutes Dutzend Radiointeressierte quer durch alle Altersklassen in der Studi-Kneipe „19 vorne“ im Akafö-Wohnheim Laerholzstraße 17/19 ein, um eine neue Bürgerfunk-Redaktion ins Leben zu rufen.

Nach dem Reformstau: Mehr Geld für die Studierenden?
Wankas verspätete Finanzspritze: Seit 2010 hat sich beim Bafög nichts mehr getan. Karikatur: ck

Ganze sieben Prozent mehr Bafög soll es ab dem Wintersemester 2016/17 für die Studierenden geben. Ende Juli konnte sich die Bundesregierung auf eine Novellierung des Bafög-Gesetzes einigen. Nach jahrelangem Hick-Hack und anhaltenden Blockaden durch den Bundesrat brachte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka nun eine Bafög-Reform auf den Weg, die viel zu spät kommt.

Studierendenwerk zieht positive Bilanz aus 2013 – Doppeljahrgang gemeistert, viel geleistet
Finanzen aufgedeckt: Das Akafö 2013 in Zahlen. Grafik: :bsz

Das Akademische Förderungswerk (Akafö) hat Ende Juli seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Das Jahr stand ganz im Zeichen des doppelten Abiturjahrgangs, auf dessen „Ansturm“ laut Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken die einzelnen Bereiche des Studierendenwerks gut vorbereitet waren. Neben einem umfassenden Überblick über die vielfältige Arbeit des Unternehmens offenbart der Bericht aber auch: Das Essen an der Uni wird teurer.

CSD soll durch Blockaden beschützt werden – Kritik an Polizei
Kein Platz für braune SpinnerInnen: DortmunderInnen wehren sich gegen Nazi-Kundgebungen. Foto: bent

Am Samstag, den 23. August, will die Neonazi-Partei Die Rechte mit einer Kundgebung an den Dortmunder Katharinentreppen gegen das vor zwei Jahren durchgesetzte Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ (NWDO) protestieren. Nur einige Meter entfernt wird zeitgleich der Christopher Street Day (CSD) stattfinden. Die Polizei hat die Protestkundgebung bisher weder verboten noch den Veranstaltungsort verlegt, was vor allem VeranstalterInnen des CSD und AntifaschistInnen kritisieren. Das Bündnis BlockaDo ruft zur Platzbesetzung auf, um den CSD zu schützen.

Armenischer Kulturherbst holt faszinierende Kultur nach Bochum – und arbeitet Geschichte auf
„Kaukasische Brudervölker“: Hier tanzt das armenische Ensemble einen ossetischen Tanz. Foto: mar

Ohne den Sommer verfrüht nach Hause schicken zu wollen, startete am vergangenen Wochenende der Armenische Kulturherbst in Bochum mit zwei aufregenden, sehenswerten und mehr als gut besuchten Folkloreveranstaltungen. Auf diese fröhlichen Rhythmen folgen durchaus ernste wissenschaftliche Diskussionen und weitere Veranstaltungen. Dabei immer wieder Thema: Der Völkermord an den ArmenierInnen, der sich 2015 zum 100. Mal jährt.

US-Polizei begegnet Demonstrationen mit Militärwaffen
Schweres Geschütz: Panzer an der RUB sind nicht tragbar. Karikatur: ck

Der Tod des Afroamerikaners Michael Brown (18), der in der Kleinstadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri von einem Polizisten erschossen wurde, offenbart die USA als ein Konstrukt, das auch im Jahr 2014 noch vom Keim des Rassismus durchdrungen ist: Die Vorwürfe, die Erschießung von Brown, der unbewaffnet war, sei eine rassistisch motivierte Tat gewesen, wachsen. Gleichzeitig fährt die Polizei in vielen Städten schwerere Geschütze zur Verrichtung ihrer Arbeit auf – im wahrsten Sinne des Wortes.

Billiges Leder aus Bangladesch
Gefahr für Leib und Leben: Eine Gerberei in  Bangla­­desch. Foto: flickr.com, Michael Foley (CC-BY-NC-ND-2)

In den vergangenen Wochen sorgten Berichte über den britischen Bekleidungsdiscounter Primark für Aufsehen. T-Shirts für drei Euro, produziert in Bangladesch, die gerne auch schnell wieder weggeworfen werden – eine neue Form des Konsums ist entstanden. Doch auch bei der Produktion von Leder spielt wieder Bangladesch eine Hauptrolle.

Das Féile-an-Phobail-Festival in Belfast
Politik trifft Kunst trifft Unterhaltung: In Belfast geht das alles Hand in Hand. Quelle: Twitter / Jan Freytag

Das Féile-an-Phobail-Festival passt eigentlich nicht nach Belfast. Wenigstens habe ich die Stadt bisher nicht mit Fröhlichkeit, Heiterkeit und Toleranz in Verbindung gebracht. Durch das Féile habe ich Belfast jedoch von einer ganz neuen Seite kennengelernt.

Ein buddhistisches Buch mit Überraschungen
Nicht nur für BuddhistInnen interessant: Das Buch vom Karmapa Ogyen Trinley Dorje. Foto: Patrick Henkelmann

Ogyen Trinley Dorje kritisiert die Konsumkultur, ist offen für Feminismus und inspiriert zu sozialem Engagement. Der 29-jährige Tibeter in der roten Mönchsrobe stellt als Karmapa einen der allerhöchsten Vertreter des tibetischen Buddhismus dar – und gilt als möglicher Nachfolger des Dalai Lama. Nach seinem im Mai und Juni erfolgten ersten Besuch in Deutschland und Europa ist sein lesenswertes Buch „Das edle Herz“ nun auf Deutsch erschienen.